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Abb. 1) Das aktuelle Satellitenbild zeigt Tief Annette über dem Baltikum.
Abb. 2) 500 hPa-Karte und Niederschlag für Sonntag.
Abb. 3) 500 hPa-Karte und Niederschlag für den Montag der übernächsten Woche.
Abb. 4) Temperatur- und Niederschlagsdiagramm für Deutschland.
Abb. 5) Wetterlage am kommenden Samstag. Trockenes Hochdruckwetter im Süden wahrscheinlich.
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Erstmal unbeständig02.06.2012 06:49
Tief Annette ist inzwischen zum Baltikum weitergezogen (Abb. 1). Am Rande des zugehörigen ausgedehnten Skandinavientroges strömt vor allem in den Norden Deutschland auch weiterhin kalte Polarluft. Entlang der Hauptluftmassengrenze bilden sich Tiefdruckgebiete, die dem Süden Deutschlands zwar wärmere Luftmassen, aber auch häufige Schauer und Gewitter bringen, wie wir in den Wetternews der letzten Tage berichteten.
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Nach dem warmen Frühjahr fühlt sich das kühle Juniwetter nun besonders kalt an. Doch die Frage nach einem stabilen Frühsommerhoch beantworten die Wettermodelle derzeit mehrheitlich mit einem "Nein". Die Abbildungen 2 und 3 zeigen die Veränderungen der Großwetterlage anhand der Höhenkarten für etwa 5000 Meter. Erkennbar ist, dass sich der Skandinavische Trog allmählich nach Westen verlagert und einen Platz westlich der Britischen Inseln einnimmt. Mitteleuropa verbleibt dabei in seinem Randbereich, so dass häufige Randtröge für unbeständiges Wetter sorgen können.Mit der Winddrehung auf Südwest kommt ab Mitte der Woche nicht nur wärmere Luft zu uns, sondern auch wieder die Neigung zu teils kräftigen Regenfällen und Gewittern. Im Flächenmittel für Deutschland (Abb. 4) erkennt man, dass die recht hohe Regenneigung auch über das nächste Wochenende hinaus anhält. Nach mehreren zu trockenen Monaten in Folge könnte der Juni dementsprechend zu nass ausfallen.
Die Mittelmeerregion gelangt dagegen mehr und mehr unter den Einflussbereich des Subtropenhochs. Die Kaltluft fließt dabei nur in tiefen Luftschichten ein, so dass Wolken und Schauer kaum auftreten. Die Regengebiete Mitteleuropas können am ehesten den Balkan und den nördlichen Mittelmeerraum beeinflussen (Abb. 5).
Von: Christoph Gatzen
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