Sonne mit Jetstream

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  • Sonne mit Jetstream
    19.06.2009 06:54

    Seit mehr als zwei Jahren ist die Sonne praktisch frei von Sonnenflecken. Dies ist ein Jahrhundertereignis, das einige Wissenschaftler schon mit Sorge sehen. Sie fürchten eine Veränderung der internen Prozesse in der Sonne, wie es möglicherweise bereits im 17. Jahrhundert der Fall war. NASA-Forscher geben jetzt Entwarnung.

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    Die Solarforscher Rachel Howe and Frank Hill vom National Solar Observatory in Tucson, Arizona hab mit einer neuen Technik namens Helioseismologie einen regelmäßig auftreteten Jetstream in der Sonne untersucht. Dieser Jetstream bewegt sich etwa 7000 km unterhalb der Sonnenoberfläche und ist nicht sichtbar, sondern nur durch die Auswertung von Druckwellen an der Oberfläche nachweisbar, ähnlich wie bei Beben auf der Erde.

    Jetstream in der Sonne
    Etwa alle 11 Jahre bildet sich an den Polen der Sonne ein neuer Jetstream. Dieser wandert dann langsam in Richtung Äquator. Wenn er eine geographische Breite von etwa 22 Grad erreicht, begann in der Vergangenheit immer ein neuer Sonnenfleckenzyklus. Wie es dazu kommt, ist allerdings noch unklar.

    In Kürze wieder Sonnenflecken
    Der aktuelle Jetstream wandert jedoch viel langsamer und brauchte 3 Jahre um 10 Grad zu überqueren, ein Jahr länger als beim letzten Sonnenfleckenzyklus. Jetzt ist der Jetstream kurz vor der 22-Grad-Grenze. Die Forscher rechnen nun damit, dass in den nächsten Monaten die ersten Sonnenflecken erscheinen.

    Sonnenflecken und Klima
    Im 17. Jahrhundert gab es für mehrere Jahrzehnte nur sehr wenige Sonnenflecken. Dieses sogenannten "Maunder-Minimum" ist mit der Kleinen Eiszeit verbunden (etwa 1645 bis 1715). Einige Wissenschaftler stellten bereits die These auf, dass die seit etwa 2 Jahren geringe Sonnenfleckenzahl mit einer deutlichen Abschwächung der Globalen Erwärmung verbunden sein wird.

    Von: Marco Radke-Fretz