Hurrikane und Tornados

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  • Hurrikane und Tornados
    11.09.2009 05:59

    Wenn ein Hurrikan an der Küste des Golfs von Mexiko an Land geht, kann dieser Sturm noch bis zu zwei Tage nach dem Landgang mehrere 100 km landeinwärts Tornados verursachen. Einflussfaktoren sind hier Größe, Stärke und Zugrichtung des Hurrikans sowie die Feuchteverteilung in der Atmospähre.

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    Verwendung von Doppler-Radar-Daten
    Da Tornado-Meldungen nicht flächendeckend zur Verfügung stehen können, haben Wissenschaftler des Georgia Institute of Technology die seit 1995 vorhandenen Daten des US-amerikanischen Doppler-Radar-Netzwerkes NEXRAD verwendet, um einen Zusammenhang zwischen Hurrikan-Parametern und Tornados herzustellen. Dieses Netzwerk nutzt den Doppler-Effekt, um die Windgeschwindigkeiten in verschiedenen Höhen festzustellen, auf diese Weise lassen sich die rotierenden Tornados identifizieren.

    Zuverlässiges Modell
    Das Modell wurde zunächst mit den Daten von 1995 bis 2008 erstellt und dann auf 127 Tropische Stürme seit 1948 angewendet. Das Modell liefert für Hurrikane Ike im Jahre 2008 33 Tornados, genau so viele, wie beobachtet wurden. Auch für Hurrikan Katrina im Jahre 2005 passt das Modell gut: Es liefert 56 Tornados, 58 wurden beobachtet.

    Anzahl der Tornados nimmt zu
    Die Forscher fanden heraus, dass die Hurrikane seit 1995 über dem Golf von Mexiko im Mittel um etwa 35 Prozent größer geworden sind, verglichen mit der aktiven Periode 1948 bis 1964. Die Anzahl der durch die Tropenstürme verursachten Tornados hat sich gleichzeitig verdoppelt. Um eine Vorhersage der Tornadoaktivität für die kommenden Jahre machen zu können, bräuchte man allerdings eine zuverlässige Prognose der Hurrikanaktivität mit Angaben zu Stärke und Größe der Stürme, die es bisher nicht gibt.

    Von: Marco Radke-Fretz