Supertaifun KROSA

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  • Supertaifun KROSA
    06.10.2007 04:28

    Auf der 5-teiligen Sturm-Skala erreicht der Taifun KROSA die 4. Kategorie - genug, um ihn als Supertaifun einzustufen. "Geboren" wurde KROSA bereits am 1. Oktober östlich der Philippinen. Nach einer zunächst runden Zugbahn auf dem Nordwestpazifik, wo er sich über dem warmen Wasser ordentlich aufplustern konnte, nahm er eine nordwestliche Zugbahn an und steuerte auf Taiwan zu (Abb. 1), wo er in der Nacht zum Samstag an Land ging. Der "Landfall" zeigte mal wieder die ganze Bandbreite dieser Naturgewalt: Neben starken Windböen werden fast 300 l/m² Regen erwartet (Abb. 2), das ist ungefähr die Hälfte des Jahresniederschlags von Berlin - und da an einem Tag! Hinzu kommen die zerstörerischen Windböen. Auf dem offenen Meer hatte KROSA Böen bis zu 275 km/h im Gepäck! An Land verliert der Supertaifun aber rasch an Kraft, dennoch wurden heute Morgen auf Taiwan und den umliegenden Nachbarinseln Mittelwinde von 100 km/h (Abb. 3) und Böen bis 200 km/h registriert. Außerdem zeigt die Abbildung sehr eindrucksvoll die rotierenden Winde, die im Gegenuhrzeigersinn um das "Auge" herumwirbeln.  

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    KROSA soll laut der letzten Modellrechnungen (Abb. 4) weiter nordostwärts ziehen und dabei Ostchina (Sonntag) und auch Japan (Mittwoch) erreichen. Allerdings wird er sich dabei erheblich abschwächen und im Laufe der nächsten Woche zu einem außertropischen Sturm herabgestuft werden. Bereits morgen Abend verliert er an Kraft und ist "nur" noch ein Taifun der Kategorie 1 (Abb. 5), was aber immer noch in Böen bis zu 150 km/h bedeutet! Hauptproblem wird aber weniger der Wind, sondern eher die noch starken Regenfälle sein, die weiterhin für Überflutungen sorgen werden.

    Von: Friedrich Föst