Waldbrandgefahr!

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  • Waldbrandgefahr!
    23.04.2010 04:54

    Im April hat es bisher in großen Teilen Deutschlands nicht viel Niederschlag gegeben. Dies ist nicht nur ungünstig für die Vegetationsentwicklung, sondern auch für die Waldbrandgefahr. Diese hat in einigen Teilen Deutschlands schon wieder die höchste Stufe erreicht.

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    Bisher sehr trockener April
    Betrachtet man die Niederschlagsmengen seit dem 1. April 2010, ist die Region um Köln derzeit die trockenste Region Deutschlands. Dort hat es in den letzten 22 Tagen nur 1,4 Liter pro Quadratmeter Niederschlag gegeben. Aber auch die Region Berlin ist sehr trocken. So meldete Berlin-Tegel bis heute nur 2,0 Liter pro Quadratmeter.

    Entsprechend hoch ist die Waldbrandgefahr derzeit in einem Streifen von NRW über das südliche Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bis nach Brandenburg und Berlin. Entspannt ist dagegen die Lage in Richtung Küsten und Alpen.

    Sonniges Wochenende verschärft Waldbrandgefahr
    Des einen Freud ist des anderen Leid. Die meisten dürften sich in Deutschland auf das sonnige und trockene Wochenende freuen. Bei den Land- und Forstwirten sieht es vermutlich etwas anders aus.

    Die Abbildung 2 zeigt die erwarteten Niederschlagsmengen bis Montag Mittag. Besonders im Osten Deutschlands gibt es kaum nennenswerten Regen, so dass die Waldbrandgefahr hier weiter steigen kann.

    Die Abbildung 3 zeigt die aktuelle Prognose der Waldbrandgefahr für Sonntag, herausgegeben vom Deutschen Wetterdienst. In großen Teilen von Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg sowie dem südlichen Niedersachsen, aber auch in Hessen und in Baden-Würrtemberg besteht die zweithöchste Gefährdungsstufe (rot).

    Im südlichen Brandenburg sowie zwischen Hannover und Berlin wird sogar örtlich die höchste Waldbrandwarnstufe vorhergesagt. In diesem Fall ist dann übrigens das Betreten der Wälder außerhalb von Wegen verboten.

    Bis Ende April keine deutlich Entspannung
    Schaut man sich die aktuellen Prognosen bis Ende April an, sind bis auf ein paar Schauer am Montag und Dienstag auch weiterhin keine nennenswerten Niederschlagsmengen zu erwarten, so dass sich die Lage im Laufe der nächsten Woche weiter verschärfen könnte.

    Von: Marco Radke-Fretz