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Mittelgebirgsschnee10.10.2009 04:50
Die ersten Oktobertage haben uns mit sehr warmem Wetter verwöhnt. Im Südwesten Deutschlands wurde sogar ein neuer Temperaturrekord aufgestellt: In Müllheim in Baden-Württemberg gab es am 7.10. ein Maximum von 30,9 °C, der alte Rekord datiert aus dem Jahr 1985 und wurde mit 30,8 °C in Freiburg aufgestellt.
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Nächste Woche ändert sich jedoch die Wetterlage grundlegend. Auf der Rückseite von Tiefdruckgebieten über Osteuropa fließt deutlich kältere Luft aus polaren Breiten ein und sorgt in den Mittelgebirgen in Verbindung mit Schauern für die ersten Schneeflocken des Winters. Vor allem in den östlichen Landesteilen reicht es oberhalb von 800 bis 1000 Meter sogar für eine dünne Schneedecke. Nach unserem Multi-Model-MOS kommen dabei am Dienstag in den obersten Lagen von Erzgebirge und Bayerischem Wald bis zu 5 cm zusammen. Die Frostgrenze liegt am Montag noch über 1500 Meter, sinkt dann zum Dienstag mit noch kälterer Luft auf bis zu 1000 Meter. In der Nacht zum Mittwoch lässt die Schauerneigung deutlich nach und bei Aufklaren kann es selbst bis in tiefe Lagen Luftfrost geben. Somit wird die weiße Pracht auf Fichtelberg und Großem Arber nicht gleich wegtauen.
Erst zum darauffolgenden Wochenende deutet sich eine leichte Milderung an, die Prognosen (siehe Ensemble für Berlin) gehen aber weit auseinander. Einige Wettermodelle zeigen ein Hochdruckgebiet über Westeuropa, das sich langsam mit Zentrum bis nach Deutschland verlagert: Ruhiges, aber nicht zu kaltes Oktoberwetter wäre die Folge. Andere wiederrum rechnen mit einer Andauer der nördlichen Strömung und leicht wechselhaftem und kühlen Herbstwetter.
Schaut man in die Vergangenheit sind erste Wintereinbrüche Mitte Oktober nichts Ungewöhnliches. So gab es am 13.10.2002 nordöstlich der Elbe selbst im Flachland eine dünne Neuschneedecke, Spitzenreiter war damals Potsdam mit 4 cm.
Von: Karsten Kürbis
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