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'Dean' droht erneut22.08.2007 05:29
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Hurrikan Dean geht erneut an Land
Der erste Hurrikan der Saison, die schwerpunktmäßig von Juni bis November reicht, ist gleich ein sehr kräftiger.
Als höchste Kategorie 5 auf der Saffir-Simpson Skala erreichte er die mexikanische Halbinsel Yucatan (Abb. 1). Dies war das erste Mal seit 1992, dass ein derart kräftiger Hurrikan mit der höchsten Kategorie das Festland erreichte. Damals war es Andrew.
Dean hat nun sein höchstes Entwicklungsstadium überschritten. Der tiefste gemessene Luftdruck betrug 906 hPa, damit ist er der neuntstärkste Hurrikan seit Aufzeichnungsbeginn.
'Es hätte schlimmer kommen können'
Obwohl 'Dean' mit mittleren Windgeschwindigkeiten von 266 km/h auf die Küste Yucatans traf, fielen die Schäden nicht so hoch aus wie zunächst befürchtet.
Das Hurrikan-Auge zog südlich an den Orten Cozumel und Cancun vorbei über dünn besiedeltes Gebiet. Nach CNN-Angaben gab es dabei keine Toten, sondern nur einen Leichtverletzten.
Ganz folgenlos blieb 'Dean' selbstverständlich nicht: insbesondere die Stadt Chetumal war neben dem Sturm von den ins Land gedrückten Wassermassen und anschließenden Starkniederschlägen betroffen (Abb. 2 bis 4). Größere Schäden wurden dennoch nicht gemeldet. "Es hätte viel schlimmer sein können", so CNN-Reporter Harris Whitbeck.
Erneut Gefahr bei Landgang
Nachdem 'Dean' nun Yucatan westwärts passiert hat, befindet er sich im südlichsten Teil des Golfs von Mexiko. Das NHC (National Hurricane Center) hat ihn bei mittleren Windgeschwindigkeiten von 130 km/h auf Stärke 1 zurückgestuft. Über dem warmen Wasser könnte er allerdings noch einmal an Kraft gewinnen und Stärke 2 erreichen.
Am Abend des 22. August unserer Zeit wird er dann an der Küste des mexikanischen Bundesstaates Veracruz an Land gehen. Und auch wenn die Windgeschwindigkeiten nicht mehr ganz so extrem sein werden, so sind dennoch Schäden zu befürchten. Dabei nehmen wir zwei Punkte besonders ins Auge (Abb. 5 und 6):
Atomkraftwerk in der Nähe
Zum einen befindet sich nördlich der Stadt Veracruz das einzige Atomkraftwerk von Mexiko. Dieses selbst dürfte aller Voraussicht nach zwar nicht betroffen sein, aber Strommasten nördlich hiervon sind in Gefahr. Die von hier abgehenden Stromleitungen versorgen einen Großteil des nördlichen Mexiko (Abb. 7).
Überschwemmungen
Die zweite Gefahr geht von den enormen Regenmengen aus, denn die tropische Meeresluft trägt eine Menge Wasser in sich.
Das europäische Vorhersagemodell errechnet 24-stündige Niederschlagsmengen bis zum 23.08., 14 Uhr MESZ von über 250 Liter auf den Quadratmeter (Abb. 8). Hierbei können Springfluten und Erdrutsche ausgelöst werden.
Die Gefahr ist also noch nicht vorbei, insbesondere muss berücksichtigt werden, dass ein Niederschlagsschwerpunkt bei der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaats San Luis Potosí liegt. Einer Stadt mit immerhin 659.500 Einwohnern.
Von: Frank Abel
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