Siebenschläfertag

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  • Siebenschläfertag
    27.06.2009 04:46

    Der Siebenschläfertag deutet nach langjährigen Erfahrungen auf die Witterung der kommenden sieben Wochen und somit des folgenden Sommers hin.

    Ursprung
    Am 27. Juni ist Siebenschläfertag. Grundsätzlich hat dieses Datum nichts mit dem possierlichen Tier zu tun, das seinen Namen durch den lang andauernden Winterschlaf bekommen hat. Vielmehr könnte man es Sieben-Schläfer-Tag nennen, um den Unterschied zu verdeutlichen. Einer Sage nach flüchteten sieben Brüder aus Ephesus im Jahr 251 vor der Christenverfolgung in eine Höhle, in der sie auf Befehl des römischen Kaisers hin eingemauert wurden. Dort fielen sie in einen fast 200 Jahre währenden Schlaf und wurden am 27. Juni 446 entdeckt. Daraufhin berichteten sie von ihrem Schicksal und starben.

    Die Entstehungszeit der dazugehörigen Bauernregel ist nicht dokumentiert. Daraus folgt das Problem, dass sich das genaue Datum des Siebenschläfertags infolge der gregorianischen Kalenderreform vom 27. Juni um 10 bis 11 Tage auf den 7. oder 8. Juli verschoben haben könnte. Da man anhand eines einzelnen Tages allerdings kaum auf eine kommende und anhaltende Wetterlage schließen kann, wird Studien zufolge die Druckverteilung zwischen dem 5. und 10. Juli zu Rate gezogen. Mit diesem Wetterablauf als Grundlage kann man mit einer Eintreffwahrscheinlichkeit von circa 65% davon ausgehen, dass nach einem zu nassen bzw. zu trockenem Zeitraum auch ein zu nasser bzw. ein zu trockener Sommer folgt.

    Tendenz
    Um für den Sommer eine entsprechende Richtung ausmachen zu können, schaut man sich die Ensemble-Druckverteilung in der Mittelfrist an (siehe Abb. 1). Demnach würde in den ersten Julitagen noch mäßig hoher Luftdruck über Mitteleuropa bestehen, die Strömung wäre zunächst schwach, der Strahlstrom (engl.: jetstream) mit seinen starken Höhenwinden macht einen Umweg über Nordwest- und Nordeuropa. In der Folge käme dann mehr Bewegung ins Wetter, die Polarfront selbst verlagert sich möglicherweise wieder nach Süden und läge direkt über Mitteleuropa, die Strömung würde sich auf West umstellen und intensivieren. Damit verbunden wäre kühleres und wechselhaftes Wetter. Darauf deuten auch die Ensemble-Prognosen für Berlin (Abb. 2) hin, hier gehen die Temperaturwerte zum Ende des Trendzeitraums grundsätzlich etwas nach unten, die Unsicherheiten nehmen aber deutlich zu. Der Sommer wäre also eher durchwachsen und ohne klare Richtung. Dass sich aber trotzdem zeitweise hoher Luftdruck mit viel Sonne durchsetzt und vielleicht auch eine längere Wärmeperiode entwickelt, ist zwar derzeit eher unwahrscheinlich, aber durchaus noch möglich. Schließlich ist auch der August noch ein Sommermonat. Wie sich das Wetter in den kommenden Tagen entwickelt, erfahren sie auf www.Wetter24.de.

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    Von: Andreas Blei