-
Sehr weiße Weihnachten27.12.2007 08:01
Über die Weihnachtsfeiertage erlebte der mittlere Westen der USA einen Schneesturm. In diesem erneuten Schneegestöber sind 22 Todesopfer zu beklagen, in 400.000 Haushalten fiel zeitweise der Strom aus.
-
Anzeige
Der Schneesturm erlangte zwischen dem 23. Dezember und Heiligabend seinen Höhepunkt. Dabei entwickelte und verstärkte sich mit einem Kaltluftvorstoß aus Kanada ein kräftiges Tief, das ostwärts über die Großen Seen wanderte (Abb. 1 und 2). Dabei kam es auf seiner Vorderseite zunächst zu Regen, der dann bei Durchzug in Schnee überging (Bilder siehe Abb 3 bis 5).
Das kräftige Tief holte dabei die polare Luft heran, die mit einem stürmischen westlichen Wind, örtlich auch mit schwerem Sturm über die Großen Seen fegte (Abb. 6). Dabei kam es auf deren Lee-Seite (dem Wind abgewandten Seite) zusätzlich zu dem so genannten Lake Effect, der den Schneefall noch verstärkte.
Verbreitet fielen insgesamt 15 bis 20 cm Schnee, in Duluth auch über 30 cm. Schneeverwehungen sorgten dafür, dass sich Hügel von über einem Meter Höhe bildeten.
Die Temperatur sank teilweise in den strengen Frost (Abb. 8), zusammen mit dem kräftigen Wind ergaben sich dabei gefühlte Temperaturen von häufig -20°C, örtlich auch -50°C (Abb. 9).
Dementsprechend kam es zu Behinderungen: teilweise wurden Highways gesperrt, da sie wegen Schneeglätte nicht mehr befahrbar waren (Videobericht). Der Reiseverkehr zu den Weihnachtsfeiertagen war außerdem stark beeinträchtigt, weil zahlreiche Flüge gestrichen wurden. Alleine am Flughafen Chicago wurden laut Angaben der Salzburger Nachrichten 300 Flüge gestrichen. Im Laufe des zweiten Weihnachtsfeiertages hat sich der Schneesturm dann allmählich gelegt.
Von: Frank Abel
-
-
TAGS:


