IKE über Galveston

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  • IKE über Galveston
    13.09.2008 06:14

    Der Hurrikan IKE hat heute Morgen die südtexanische Küstenstadt Galveston erreicht. Er verstärkte sich dabei auf einen starken Hurrikan mit Windböen bis über 200 km/h. Auch wenn IKE damit kein außergewöhnlich intensiver Hurrikan ist, geht doch eine erhebliche Gefahr von ihm aus. Verantwortlich dafür ist seine relativ große Ausdehnung, so dass ein breiter Abschnitt der amerikanischen Golfküste betroffen ist (siehe Wetterkarte in Abbildung). Zudem drückt der Sturm an seiner Nordostflanke das Wasser gegen die flachen Küstenregionen und staut es zu einer meterhohen Flutwelle auf. Zusammen mit den ohnehin schon vorhandenen Sturmwellen entfacht diese Sturmflut eine zerstörerische Kraft.

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    Wie verheerend ein Hurrikan an der Golfküste im Großraum Houston sein kann, zeigt der Sturm von 1900, der in der Stadt Galveston Tausende Tote forderte. Damals handelte es sich um einen noch stärkeren Hurrikan, der von Südosten her die Region überquerte. Die Sturmflut war so gewaltig, das sie die Stadt Galveston nahezu vollständig vernichtete. In den Trümmern der Stadt starben vermutlich 8000 Einwohner, die Angaben hierzu gehen aber weit auseinander.

    Nach der Katastrophe von 1900 wurden in Galveston umfangreiche Schutzmaßnahmen wie die "Seawall", ein 5 Meter hoher Damm an der Küste, errichtet, welche die Stadt bisher recht wirksam vor Hurrikans schützen konnten. Hurrikan IKE ist nun der erste Hurrikan, der die Seawall überfluten könnte, seit sie 1902 fertiggestellt wurde.

    Von: Christoph Gatzen