Ist Biosprit klimaschädlich?

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  • Ist Biosprit klimaschädlich?
    11.02.2008 08:18

    Das Image des Biodiesel-Kraftstoffs bekommt allmählich Kratzer. Ein Hauptproblem besteht insbesondere darin, dass für die Herstellung der für das Biodiesel notwendigen Pflanzen scheinbar mehr klimaschädliche Substanzen in die Atmosphäre gelangen als durch Verwendung des "grünen Krafststoff" eingespart wird. Diese Erkenntnis belegen gleich drei neue Studien in den renommierten Fachzeitschriften "Science" und "Atmospheric Chemistry and Physics".

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    Dabei berichten unter anderem die Salzburger Nachrichten von den Folgen des steigenden Bedarfs an Mais, Raps und Palmöl. Durch die Anbaumethoden in den Hersteller-Ländern, insbesondere in Südostasien, werden vor allem das Kohlendioxid und das Lachgas zu einem Problem.

    Kohlendioxid und Lachgas belasten Klima

    Für das Palmöl etwa, das schwerpunktmäßig auf der Insel Borneo (Indonesien und Malaysia), aber auch in Brasilien angebaut wird, muss der Regenwald weichen. Hier werden extensive Brandrodungen durchgeführt. Laut Angaben von Greenpeace bestehen 11% der Landesfläche von Malaysia bereits aus Palmölplantagen.

    Satellitenfotos von Google Earth (links) zeigen, wie der Wald den Monokulturen weichen muss. Da die Wälder auf Torfboden wachsen, der sehr viel Kohlenstoff speichert, wird bei der Brandrodung eine enorme Menge Kohlendioxid frei. Laut neuesten Untersuchungen 300 Mal so viel, wie durch Biokrafststoff eingespart wird.

    Sorgt die Brandrodung für den Kohlendioxid-Ausstoß, so ist die Düngung für die Freisetzung von Lachgas verantwortlich (N2O oder Distickstoffmonoxid). Dieses Gas sei etwa 300 Mal wirksamer für den Treibhaus-Effekt als Kohlendioxid, so der Experte Paul Crutzen vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz.

    Ein Untersuchungsteam an der Princeton University kommt daher zu dem Fazit: "Wenn man die globale Erwärmung bremsen möchte, macht es schlicht keinen Sinn, Land für Biosprit umzuwandeln".

     

     

     

    Von: Frank Abel