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Frühe Ernte11.09.2007 06:10
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Ernte zwei Wochen früher
Im Herbst erfolgt auch in der Landwirtschaft die Abrechnung über den Sommer. Eine gute Übersicht über die Erntesituation 2007 gab der Deutsche Bauernverband in seinem Bericht Ende August.
Übersicht: warmer Winter, heißer April, nasser Sommer
Doch zunächst fassen wir natürlich noch einmal die Witterungen ins Auge: der Winter war extrem mild, in Berlin sogar der zweitwärmste seit dem Jahr 1701 (Abb. 1). Ihm folgte ein April, der gleich drei Rekorde brach: der sonnenscheinreichste, der trockenste und der wärmste zugleich. Der Schlussakkord ist uns wohl bis heute in Erinnerung: die drei Sommermonate fielen vor allem sehr nass aus.
Besonders große Regenmengen fielen bei den Unwettern am 10. Juni mit 109 l/m² in Simbach am Inn (Bayern) und am 21. Juli mit 87 l/m² in Wusterwitz (Brandenburg). Sehen Sie dazu auch die nebenstehenden Abbildungen.
Die Antwort der Natur
Durch die warme Witterung des Winters und des Frühjahrs setzte daher die Obstblüte etwa zwei bis drei Wochen früher ein als gewohnt, sodass auch die meisten Äpfel bereits von den Bäumen gepflückt wurden. Doch wie ist es um die Menge bestellt?
Gewinner mit normaler oder überdurchschnittlicher Ernte
Zunächst profitiert vor allem das Kernobst wie Äpfel. Die frühe Blüte wurde dabei kaum durch Fröste gestört, und hier konnte auch der häufige Regen der Sommermonate nur wenig anhaben. Aber auch die Ernte der Pflaumen ist überdurchschnittlich gut.
Beim Gemüse habe vor allem die Spargelernte ihren Rekordwert von 2006 sogar noch übertroffen. Außerdem haben Blumenkohl, Broccoli und Kohlrabi eine höhere Ernte erzielt als im Vorjahr. Hier muss man allerdings gleich relativierend erwähnen, dass die eben dieses Vorjahr weit unterdurchschnittlich ausfiel.
Die Tabakernte ist - auch hier zwei Wochen früher als üblich - in vollem Gange, und auch hier werden überdurchschnittliche Ergebnisse erwartet.
Auch um den Wein ist es heuer gut bestellt, da die Trauben zwei Wochen länger reifen können. Die Lese hat noch nicht begonnen, die Prognosen seien aber günstig.
Verlierer mit unterdurchschnittlicher Ernte
Dies sind vor allem die Pflanzen, die nicht gegen hohe Regenmengen gewappnet sind.
Bei den Obstsorten sind dies vor allem die Kirschen, insbesondere die Süßkirschen. Aber auch Sauerkirschen haben Verluste eingefahren. Aber auch bei den Erdbeeren verzeichnet man Fäulnisverluste.
Auch bei den Salaten gibt es Ernteprobleme durch die anhaltend feuchte Witterung.
Die Ernte des Hopfens hat noch nicht begonnen, es wird aber von leicht unterdurchschnittlichen Erträgen ausgegangen.
Von: Frank Abel
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