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Dorf überschwemmt10.12.2007 07:22
Ergiebiger Dauerregen über beinahe 36 Stunden hat in Schleswig-Holstein und den nördlichen Landesteilen Niedersachsens zu Feuerwehreinsätzen geführt. In einem Dorf lief das Wasser aus den Kanälen zurück und sorgte beinahe überall für vollgelaufene Keller und unpassierbare Straßen.
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Grund für diese unwetterartige Entwicklung, über die an dieser Stelle bereits am 07.12.07 berichtet wurde, war eine kleine Störung, die sich in der Nacht zum Freitag an der Kaltfront von Tief Hannes bildete (blau markiert, Abb. 1). Sie entwickelte sich in der kräftigen westlichen Strömung weiter zu einem kleinen Randtief, das sich dann 24 Stunden später über dem Kap Skagen an der Nordspitze Jütlands (Dänemark) befand (blau markiert, Abb. 2).
Dieses kleine Tief sorgte dafür, dass die feuchte Meeresluft noch kräftiger gehoben wurde (Abb. 3). So prasselte nach dem Landregen bei Passage der Warmfront von Tief Hannes am Donnerstagabend (Abb. 4, siehe Bericht vom Freitag) noch schauerartig verstärkter Regen am Freitag auf die völlig durchweichten Böden (Abb. 5). Eine Hitliste der Regenmengen finden Sie unten auf dieser Seite.
Wegen der nassen Böden und der vollgelaufenen Rückhaltebecken drückte so das ganze Wasser durch die Kanäle zurück auf die Straße und ließ die Keller volllaufen. Die Lübecker Nachrichten berichten dabei von zahlreichen Feuerwehreinsätzen im Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. Noch dramatischer sah die Lage laut NonstopNews in dem Dorf Augustendorf bei Gnarrenburg in Niedersachsen aus. In diesem Moorgebiet stieg das Wasser aus den Kanälen immer weiter, sodass mehrere Häuser und Straßen bis zu einem Meter hoch unter Wasser stünden (Abb. 6-7).
Gleichzeitig sorgten Sturmböen auf der Südseite des Randtiefs (Abb. 8) für weitere Probleme. Laut Nachrichtendienst wurde ein 40t-LKW im Landkreis Oldenburg in den Straßengraben gedrückt und drohte umzustürzen (Abb. 9).
Von: Frank Abel
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