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(1) Nicht nur hierzulande bekommt man vielerorts nasse Füße - in Japan kam es zu sintflutartigen Regenfällen mit Unwettergefahr (Quelle Foto: www.paphotos.com)
(2) Aktuelles Bodendruckfeld von Asien nach dem GFS-Lauf von heute, 0 Uhr UTC.
(3) Luftmassenverteilung über Asien nach dem GFS.
(4) 24-stündige Niederschlagsmengen, gemeldet am Donnerstag um 0 Uhr UTC.
(5) 24-stündige Niederschlagsmengen, gemeldet am Freitag um 0 Uhr UTC.
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Unwetter in Japan05.05.2012 06:25
Im Nordosten Japans kam es in den letzten Tagen zu sintflutartigen Regenfällen. Aufgrund der Gefahr von Erdrutschen und Überschwemmungen mussten tausende Menschen ihre Häuser verlassen.
Starkregenfälle mit weit über 100 Liter/m²
Der Grund für die heftigen Regenfälle der letzten Tage war ein kräftiges Tiefdruckgebiet, das von Süden her über Japan hinweg gezogen ist. In der Abbildung 2 wirdanhand unserer Profikarten das Bodendruckfeld dargestellt. Das Tiefdruckgebiet trennt demnach feucht-warme subtropischeLuft im Süden von kalter Luft im Norden (vgl. Abbildung 3).
Im Bereich der Luftmassengrenze kam es schließlich zu kräftigen Schauern und Gewittern mit Platzregen. Die Abbildungen 3 und 4 zeigen die jeweils 24-stündigen Niederschlagsmengen einiger Wetterstationen von Mittwoch und Donnerstag. So sind an der Yokota Airbase auf der Hauptinsel Honshū, rund 35 km westlich von Tokio, von Mittwoch auf Donnerstag in 24 Stunden knapp 140 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen (vgl. Abbildung 4). Auch in den umliegenden Gebieten kamen beachtliche Mengen innerhalb kürzester Zeit zusammen.
Auch einen Tag später wurden nochmals vergleichbar hohe Regenmengen gemeldet, nur diesmal weiter nördlich (vgl. Abbildung 5). Selbst heute früh meldete die Station in Kushiro eine 24-stündige Niederschlagssumme von 60,5 Liter/m².-
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Von: Dennis Dalter
Überschwemmungen und Erdrutsche drohten
Aus der Niederschlagsverteilung wird ersichtlich, dass der Schwerpunkt der Niederschläge in der von der Tsunami-Katastrophe im letzten Jahr besonders betroffenen Region im Nordosten des Landes lag. Aufgrund der Gefahr von Erdrutschen und Überschwemmungen wurden nach Behördenangaben tausende Menschen evakuiert. In der Stadt Kesennuma mussten rund 2300 Menschen ihre Häuser verlassen.
Allerdings scheint sich im Laufe des Wochenendes die Lage zu entspannen, da sich das Tiefdruckgebiet abschwächt bzw. die Tiefausäufer über den Norden abziehen.
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