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Osterprognose, Teil 116.03.2008 05:04
Neben Weihnachten findet das Wetter in der öffentlichen Wahrnehmung auch zu Ostern große Beachtung. Jetzt, eine Woche vor den Feiertagen, ist schon eine Prognose möglich, die einigermaßen verlässlich ist.
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Doch zunächst einmal zur Vergangenheit. Wie sah das Wetter zu Ostern in den letzten Jahren aus? Da hilft ein Blick in die Klimastatistik. Es muss aber beachtet werden, dass der Ostertermin dieses Jahr sehr zeitig ist. Die maximal mögliche Spanne des Eintreffens liegt zwischen 22. März und 25. April, dieses Jahr ist am 23. März Osterfest. Das letzte Mal fiel der Termin vor 95 Jahren so zeitig, das nächste Mal wird es erst im Jahr 2160 soweit sein.
Am 23. April 2000 war der wärmste Ostertag seit 60 Jahren, damals wurden in ganz Deutschland verbreitet Höchsttemperaturen von über 25°C (=Sommertage) gemessen, in Potsdam gab es sogar einen Tropentag mit 30.0°C. Dazu schien die Sonne teilweise bis zu 12 Stunden.
Demgegenüber trat das kälteste Ostern am 29.3.1970 auf, also zu einem recht frühen Zeitpunkt. Die Höchstwerte überschritten damals nur im Nordwesten die 5°C-Marke, im Osten und Süden gab es Höchstwerte von knapp über 0°C. Die Tagesminima betrugen hier bis zu –5°C, Aachen meldete eine Schneedecke von 2 cm, Dresden 12 cm und der Fichtelberg im Erzgebirge 235 cm.
Dieses Jahr werden die Temperaturen wahrscheinlich eher dem 1970er Osterfest ähneln. Nächste Woche zeigen fast alle Modelle eine ausgeprägte Troglage (Abb. 1) über Europa. Mit diesem Trog ist auch Tiefdruckeinfluss und kalte Meeresluft verbunden, die immer wieder für Schauer sorgen wird (Abb. 3). Noch nicht sicher ist, ob diese Schauer als Schnee oder Regen fallen werden, im Mittelgebirgsraum und in den Alpen oberhalb von 600 m ist es jedoch fast sicher, dass es weiß wird. Die Höchstwerte erreichen zu kalte 2 bis 8°C (Abb. 2), nachts ist verbreitet mit leichtem Frost zu rechnen. Normal sind für Ende März Höchstwerte zwischen 10 und 12°C.
Von: Karsten Kürbis
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