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Taifun Mitag22.11.2007 08:10
Nach Taifun Peipah am 4. November und dem Tropischen Sturm Hagibis bedroht nun 'Mitag' zum dritten Mal in einem Monat die Philippinen. In der Nacht auf den 22. November 2007 wurde Mitag zu einem Taifun heraufgestuft. Er soll im Laufe des späten Freitags oder Samstags an Land treffen mit maximalen Winden bis zu 240 km/h. 200.000 Philippinen sind allein auf der östlichsten Insel Luzon auf der Flucht.
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Am 20. November 2007 formierten sich Schauer und Gewitter östlich der Philippinen zu einem System, das im Laufe des 21. Novembers zum 24. Tropischen Sturm der Nordwest-Pazifik-Saison wurde. Damit bekam der Wirbelsturm auch einen Namen: Mitag ist ein weiblicher Name und bedeutet "meine Augen" in der Jap-Sprache, eine der vier Sprachen der mikronesischen Inseln des Pazifik.
Nach Angaben des Joint Typhoon Warning Centers JTWC auf Guam befand sich Mitag am 22. November um 4 Uhr unserer Zeit (11 Uhr philippinischer Ortszeit) noch etwa 900 km östlich von Manila, der philippinischen Hauptstadt und treibt maximal 6 Meter hohe Wellen vor sich her. Er bewegte sich mit 24 km/h ostwärts (Abb. 1+2), dabei wehte der Wind im Mittel mit 130 km/h um das Auge in der so genannten 'Eyewall'.
Der Taifun wird sich über dem bis zu 30°C warmen Meereswasser (Abb. 3) weiter verstärken und voraussichtlich als Starker Taifun der Klasse 3 mit Windgeschwindigkeiten um 185 km/h am frühen Samstagmorgen die östliche Küste der Insel Luzon erreichen. Den Höhepunkt seiner Entwicklung wird Mitag am Morgen des 25. November erreichen mit Windspitzen bis 240 km/h (Abb. 4).
So dramatisch diese erwarteten Geschwindigkeiten bereits klingen, so geht der weitaus größere Schaden eines Tropischen Sturms jedoch eher von den Wassermassen aus, die dabei vom Himmel stürzen. Dabei kann es bei Durchzug eines Taifuns so viel regnen wie in Deutschland in einem gesamten Jahr. Es drohen Erdrutsche und Schlammlawinen. So sind in dieser Region schon im vergangenen Jahr 1000 Menschen ums Leben gekommen, als sich die Erde am Mayon-Vulkan löste und ins Tal donnerte (analog auch Abb. 5). In Küstennähe sorgen Sturmfluten für massive Überschwemmungen.
Allein in einer Provinz haben in Erwartung von Mitag offiziellen Schätzungen zufolge 200.000 Einwohner ihre Häuser verlassen. Dabei sind die Philippinen besonders gebeutelt: der vergangene Tropische Sturm Hagibis (=eilig, flink) ist gerade über die Inselgruppe gezogen, hat Schlammlawinen und Überflutungen verursacht und bedroht jetzt Vietnam. Am 4. und 5. November hatte Taifun Peipah die Philippinen überquert und 7 Menschenleben gefordert, 600.000 waren ohne Strom.
Weiterführende Links:
Tropical Storm Flash Tracker (Wunderground)
Joint Typhoon Warning Center (Mitag)Webcams:
Puerto Galera (25.11.)
Manila (25. bis 26.11.)Die philippinische Ortszeit ist 7 Stunden vor unserer Zeit (MEZ+7h)
Von: Frank Abel
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