Wasser statt Schnee

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  • Wasser statt Schnee
    18.01.2008 07:39

    Wer sich an diesem Wochenende auf einen Winter-Kurz-Urlaub in den deutschen Mittelgebirgen freut, wird wohl bitter enttäuscht werden. Statt Schnee wird es jede Menge Wasser von oben geben und bei teils stürmischem Wind kann selbst das Wandern durch die Wälder gefährlich werden.

    Die Kette an Tiefdruckgebieten, die sich über dem Atlantik formiert und sich dann über dem Kontinent auftrudelt, reißt auch am Wochenende nicht ab.  Entscheidend dabei ist, dass Deutschland auf der milden, nassen und windigen Seite dieser Tiefdruckgebiete liegt.
     
    So erreicht uns am Wochenende extrem milde Atlantikluft. Am Samstag steigen die Temperaturen im Mittelgebirgsraum überall über die 10-Grad-Marke. Selbst in den Hochlagen werden die Temperaturen deutlich im Plusbereich liegen: Fichtelberg und Brocken bei 4 Grad, Neuhaus am Rennweg sogar 7 (Abb. 1).

    Der logische Schluss: Der Schnee, der fast nur noch auf den hohen Bergen liegt, wird dahin schmelzen und die Bäche und Flüsse zum Anschwellen bringen.
    Zur Schneeschmelze kommt aber auch noch jede Menge Regen:  Am gesamten Wochenende werden teilweise mehr als 30 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet. Der meiste Regen fällt am Samstag und in der Nacht zum Sonntag (Abb. 2). Hochwasser und Überschwemmungen an einigen Flüssen und Bächen sind somit vorprogrammiert.

    Das stärkste Windfeld wird ebenfalls über dem Mittelgebirgsraum liegen.  Am Samstag muss mit Sturmböen, in den Hochlagen sogar mit Orkanböen gerechnet werden (siehe Abb. 3).

    Das Tourismusgeschäft in den Mittelgebirgen wird am Wochenende demnach gegen Null tendieren.





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    Von: Melanie Hoffmann