Jahreswechsel: Dauerfrost?

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  • Jahreswechsel: Dauerfrost?
    20.12.2008 05:38

    Die Chancen für einen frostigen Jahresausklang stehen zur Zeit nicht schlecht. Die Wetterlage stellt sich auf eine Nordost- bis Ostströmung um. Bis mindestens zum Montag der nächsten Woche bleibt es aber zunächst bei einer Westströmung, in der auch ein Sturmtief eingelagert ist. Zum Dienstag bewegt sich dieses Tief weiter Richtung Ostskandinavien. Gleichzeitig breitet sich über Westeuropa ein Hoch aus, das sich im weiteren Verlauf bis zum Nordatlantik ausdehnt. Dadurch wird der Weg frei für die deutlich kältere Luft aus polaren Breiten (Abb. 1).

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    Nach Weihnachten ist dadurch in nahezu ganz Deutschland Dauerfrost möglich, wie die Ensembleprognosen einheitlich zeigen (Abb. 2). Schaut man sich die gerechneten Varianten des europäischen ECMWF-Modells genauer an, erkennt man, dass die Mehrheit der Ensemblemitglieder ein Hochdruckkeil über dem Ostatlantik vorhersagen (Abb. 3). Dieser ist leicht geneigt und reicht bis nach Skandinavien. Die dazugehörigen Bodendruckwetterkarten zeigen hohen Luftdruck über Nordosteuropa (Abb. 4 bis 6).

    Die sich dabei einstellende Nordostströmung sorgt nicht nur in Deutschland für einen signifikanten Temperaturrückgang, sondern auch die meisten Teile Europas sind von dieser Abkühlung betroffen. So werden z.B. in Bordeaux in Südwestfrankreich selbst tagsüber keine 5°C mehr erreicht, nachts gibt es leichten Frost (Abb. 7).

    Ein kalter Jahresausklang ist damit recht wahrscheinlich. Noch nicht ganz sicher ist, ob es trocken-kalt bleibt oder ob sich aus Südosteuropa Tiefausläufer nähern, die etwas Schnee bringen können. Wie sich das Wetter im Januar fortsetzt kann noch nicht sicher vorhergesagt werden, jedoch stehen die Chancen für weitere kalte Tage zu Beginn des Januars nicht schlecht.

    Von: Karsten Kürbis