Feuer in Kalifornien

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  • Feuer in Kalifornien
    16.11.2008 05:40

    Seit Freitag kommt es erneut zu den gefürchteten Busch- und Waldbränden in der Region um Santa Barbara. Dabei wurden bisher ca. 150 Häuser zerstört. Mindestens ein Todesopfer wurde von den Behörden gemeldet, der Gouverneur von Kalifornien Arnold Schwarzenegger rief den Notstand aus. 500 Feuerwehrleute rückten aus, um den Brand zu bekämpfen.

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    In dieser Region treten immer wieder Buschbrände auf, die sich, begünstigt durch die Santa Barbara Winde, hohe Temperaturen und niedrige Luftfeuchte, rasend schnell ausbreiten können. Normalerweise sorgt das Land-See-Windsystem dafür, dass tagsüber frische Luft vom Pazifik Richtung Landmasse strömt und dort zum Aufsteigen gezwungen wird. Am Freitag war es jedoch andersherum, durch ein kräftiges Hochdruckgebiet über dem Nordwesten der USA lag Kalifornien in einer Ostströmung (Abbildung 1). Der Wind kam direkt von den Bergen im Landesinneren und wehte Richtung Küste. Das war der ideale Nährboden für die Feuer an der Küste.

    Abbildung 2 zeigt die Temperaturen und den Mittelwind um Santa Barbara am Freitag Nachmittag. Bis zu 32°C wurden gemessen, normal sind zu dieser Jahreszeit etwa 21°C Höchstwert. Der Mittelwind betrug 35 km/h (Windstärke 5). Besonders am Vormittag gab es an den Wetterstationen zudem Windböen bis 85 km/h (Windstärke 9, Abbildung 3) und relative Feuchten von unter 20 Prozent.

    In den nächsten Tagen bleibt es zwar meist sonnig und trocken, die Temperaturen liegen aber bei deutlich unter 30°C, zur Wochenmitte werden nur noch 20°C erreicht. Der Wind nimmt auch deutlich ab (Abbildung 4). Jetzt geht es darum, die Feuer unter Kontrolle zu bringen um eine Ausweitung bis zur Millionenmetropole Los Angeles zu verhindern.

    Quellen:
    CNN.com/US
    Mitteldeutsche Zeitung

    Von: Karsten Kürbis