Im Osten am besten

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  • Im Osten am besten
    18.09.2009 08:10

    Hoch Queenie ist gegenwärtig am 18.09.09 tatsächlich bei der Queen, nämlich in der Nähe der Britischen Inseln. Dieses Hoch sorgte schon gestern besonders im Nordosten für viel Sonnenschein, während es südlich der Mittelgebirge ganz anders aussah. Und bis hinein in die kommende Woche wird wohl Ostdeutschland das Gebiet mit dem freundlichsten Wetter bleiben.

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    Frühtemperaturen zwischen Bodenfrost und 16°C
    Dabei herrschte am frühen Morgen des 18.09.09 in Richtung Bayern und Baden-Württemberg, besonders in Alpennähe, noch eher trüb-graues Wetter mit etwas Sprühregen mit Starttemperaturen in den Tag von meist 13 bis 16°C, während nach Norden hin der Tag oft klar oder mit einzelnen Nebelfeldern begann. Dabei war es hier richtig kalt, in freien Lagen ging es zum Teil bis auf 2°C in der Luft zurück, während am Boden in Barth, Zehdenick und Fassberg sogar geringer Bodenfrost auftrat (Abb. 2).

    Diese großen Unterschiede beim Wetter erklären sich durch die unterschiedlichen Luftmassen. Während das Hochdruckgebiet mit Schwerpunkt über der Nordsee (Abb. 3) auch von hier bis zu den Mittelgebirgen seinen Einfluss ausübt, bekommt der südliche Teil noch die feucht-warme Luft des Katastrophen-Tiefs über Spanien und Frankreich ab, das auf seinem Weg hierher für dramatische Niederschlagsmengen von Spanien bis nach Italien sorgte.

    Deutlich werden die sich deutlich unterscheidenden Luftmassen auch bei der Betrachtung der pseudopotenziellen Temperatur. Dies ist ein Maß, das den Energiegehalt der Luft widerspiegelt, in ihm sind die Lufttemperatur und die Luftfeuchtigkeit vereint. Sehr hohe Werte stehen demnach für feucht-warme, sehr tiefe für trocken-kalte Luft. Dabei erkennt man nicht nur über Europa (Abb. 4), sondern auch über Deutschland (Abb. 5) noch die scharfe Grenze zwischen den beiden Hauptakteuren für unser Wetter.

    "Andere" Zweiteilung am Wochenende
    Und auch am Wochenende geht es mit einer Zweiteilung für unser Wetter weiter, wenn auch in einer veränderten Variante. Denn am Samstag, 19.09.09, kann sich das Hoch zunächst auch bis an den Mittelrhein bemerkbar machen und sorgt für deutlich brauchbareres Wetter für einen Ausflug mit deutlich mehr Sonnenschein als an den Vortagen. Allerdings beginnt das Tief über Frankreich, Kontakt mit dem vom Atlantik heranziehenden Tief mit Zentrum bei den Färöer Inseln aufzunehmen, es entsteht eine Tiefdruckrinne.

    Diese sorgt am Samstag im äußersten Südwesten Deutschlands dann schon wieder für eine steigende Schauerneigung, am Sonntag rückt sie dann etwas weiter ostwärts voran, das dann über dem Baltikum angekommene Hochdruckgebiet hält aber dagegen. Daher ist es so, dass östlich der Elbe weiter sonniges Wetter herrschen wird, während man mit jedem Kilometer in Richtung Rhein eher mit einzelnen Schauern, vereinzelt auch Gewittern rechnen sollte.

    Kommende Woche und bis Oktober
    In der kommenden Woche bleibt das Wetter relativ ruhig. Denn ein Hoch über dem Ostatlantik nimmt Kontakt mit dem europäischen Gegenpart auf, es bildet sich eine Hochdruckbrücke, die meist für ruhiges und häufig auch heiteres Wetter verantwortlich sein wird. Im Laufe der kommenden Woche richtet sich unser Augenmerk dann eher gen Norden, denn von hier schleicht sich das Nordmeertief heran und könnte ab der Wochenmitte doch eher für wolkigere Phasen, wenn auch mit nur geringen Niederschlägen, sorgen.

    Schaut man noch weiter in die Zukunft in Richtung Monatswechsel hin zum Oktober (Abb. 7 und 8), so scheint sich tiefer Luftdruck mit kälterer Luft von Norden her allmählich immer mehr bemerkbar zu machen. Dann stehen die Vorzeichen also eher auf "unbeständig" und insgesamt etwas kühler.

    Von: Frank Abel