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Gravitation und Klimawandel14.12.2009 05:25
Forscher des Instituts für Geodäsie der Universität Stuttgart und des Department of Spatial Science der Curtin University of Technology in Perth, Australia haben mit Hilfe von Satellitenmessungen des Gravitationsfeldes der Erde die Folgen des Klimawandels in den eisbedeckten Regionen sichtbar gemacht.
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Genutzt wurden die Daten der GRACE-Satelliten (Gravity Recovery And Climate Experiment). Diese messen ständig hochgenau das Gravitationsfeld der Erde. Die Forscher fanden, dass im Raum Grönland die Gravitationskraft der Erde in den letzten Jahren kontinuierlich nachgelassen hat. Die Ursache dafür sind die schmelzenden Gletscher, die dazu führen, dass Masse von Grönland in den Atlantik befördert wird.
Die Satellitendaten zeigen außerdem, dass keine andere Region der Welt soviel Masse verliert wie Grönland (siehe Abbildung 2). Der Eisverlust auf der Insel wird heute auf 165 bis 189 Kubikkilometer pro Jahr geschätzt, mehr als noch aus geometrischen Satellitenmessungen aus den 1990er Jahren.
Das Abschmelzen der Gletscher sowie die thermische Ausdehnung des Meerwassers führen zum Anstieg des Meeresspiegels. Dieser Anstieg ist jedoch nicht gleichmäßig auf der Erdkugel verteilt, wie in Abbildung 2 zu sehen ist. In der Abbildung sich in Nord- und Südamerika auch Regionen zu erkennen, die stark an Masse gewonnen haben, die Ursache hier ist verstärkte Biomasseproduktion.
Extrapoliert man die von den GRACE-Satelliten gewonnenen Daten bis ans Ende des 21. Jahrhunderts, ergibt sich, dass Grönland etwa einen Einfluss von 5 cm auf den Anstieg des Meeresspiegels haben wird, dies allerdings unter der konservativen Annahme, dass sich das Abschmelzen der dortigen Gletscher nicht beschleunigt.
Von: Marco Radke-Fretz
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