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Baiu und Mei-yu31.07.2009 06:16
Während der Monsun-Zeit bildet sich in Ostasien an der Grenze zwischen feucht-warmer Ozeanluft und trockener Kontinentalluft häufig eine relativ stationäre Luftmassengrenze, die zu extremen Niederschlagsereignissen führt, wie jetzt wieder im Süden Japans.
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Wie ensteht Monsun?
Zur Entstehung von Monsun sind zwei Dinge verantwortlich: Sonne und die Verteilung der Land- und Meeresflächen. Während auf der Nordhalbkugel Sommer herrscht, kommt es jedes Jahr zu einer starken Erwärmung des asiatischen Kontinents. Auch der Ozean erwämt sich, wegen der hohen Wärmekapazität von Wasser jedoch deutlich langsamer. Die unterschiedliche Erwärmung der Land- und Wasserflächen führt zu einer Veränderung der Windverhältnisse. Die erwärmte Luft über den Landflächen steigt auf, was dazu führt, dass feuchte Luft vom Ozean nachströmen muss.Stationäre Luftmassengrenze
In Ostasien bildet sich dabei häufig eine mehr oder weniger stationäre Luftmassengrenze, in Japan wird diese Front Baiu genannt, in Ostchina Mei-yu. Mei-yu bedeutet soviel wie "Pflaumenregen", was daraufhin deutet, dass dieses Wetterphänomen häufig auftritt, wenn die Pflaumen im Mai und Juni reifen. In Japan treten die Regenfälle dagegen später im Juni und Juli auf. Auch Korea und Taiwan sind häufig betroffen. Die Abbildung 1 zeigt das Satellitenbild vom 27. Juli, in der man die Front erkennt, die von Südjapan über Südkorea bis nach China reicht.Extreme Regenmengen
Monsunregen sind für extreme Regenmengen bekannt, dies liegt daran, dass warme Luft sehr viel Feuchte aufnehmen kann. Die Abbildung 2 zeigt eine Auswertung des NASA-Satelliten TRMM (Tropical Rainfall Measuring Mission). Dieser Satellit misst routinemäßig die Regenmengen in den Tropen. So hat man auch dort Regendaten, wo es keine Wetterradars und Messstationen gibt. Vom 20. bis 27. Juli fielen im Nordteil der japanischen Insel Kyushu örtlich über 600 Liter pro Quadratmeter, zum Vergleich: in Berlin/Dahlem fallen in einem ganzen Jahr im Mittel etwa 590 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.Starkregen-, Flut- und Erdrutschwarnungen
Von: Marco Radke-Fretz
Mit Hilfe des TRMM-Satelliten und hydrologischen Modellen berechnet die NASA übrigens für die tropischen und subtropischen Regionen der Erde alle 3 Stunden Vorhersagen, wo es zu Starkregen, Überschwemmungen und auch Erdrutschen kommen kann. Diese Vorhersagen sind auf der TRMM-Website abrufbar.
- Links:
- NASA Earth Observatory
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