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Erster Schnee?12.11.2008 08:06
Bisher war der November ja eher mild, ja fast schon warm. So gab es am Anfang des Monats neue Rekordtemperaturen für die ersten zehn Novembertage. Am 5.11. meldete Mühldorf am Inn fast schon spätsommerlich anmutende 22,6 °C, der höchste Wert seit Beginn der Messungen im Jahr 1953. Aber auch in Hamburg wurde gestern ein neuer Dekadenrekord für die zweite Novemberdekade ermittelt: Der Höchstwert kletterte bis auf 16,6 °C. Seit mindestens 1891 war es nicht wärmer.
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In den nächsten Tagen dreht die Strömung zunehmend auf West und somit sind die rekordverdächtigen Temperaturen erst einmal Geschichte. Denn statt vom warmen Mittelmeer kommt nun die Luft vom etwas kälteren Atlantik. Schnee ist aber bis Ende der nächsten Woche nur in den Mittelgebirgen und den Alpen möglich, im Flachland bleibt es eher nasskalt mit Regenschauern, höchstens nachts kann sich die ein oder andere Schneeflocke unter den Regen mischen.
Zum Ende des Monats besteht dann eine berechtigte Hoffnung, dass es selbst im Flachland mal kurz weiß werden kann, denn dann sorgt ein kräftiges Hoch über dem Atlantik dafür, dass die Luft einen großen Bogen über den Nordatlantik und das Polarmeer machen muss, um nach Deutschland zu gelangen. Die Strömung dreht auf Nordwest.
Die Vorhersagegüte ist für den Zeitraum bis Ende November ebenfalls recht gut. Anhand der Ensembleprognosen für Berlin und München erkennt man, dass nahezu alle Nebenläufe des ECMWF eine deutliche Tendenz zu Temperaturwerten unter dem langjährigen Mittelwert zeigen. In den höheren Lagen der Mittelgebirge sowie in den Alpen kann der Schlitten also schon für den ersten Ausflug fertig gemacht werden.
Von: Karsten Kürbis
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