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Bodenfrost im Mai03.05.2009 03:48
Obwohl der Mai bislang sommerliche Züge annahm, ist in klaren Nächten eine starke Auskühlung der Luft gegeben. Besonders stark kühlt sich die Luft in Bodennähe ab. Oftmals wird hier dann gebietsweise nochmals die 0°C-Marke unterschritten, während Luftfrost eher selten ist. Bis in den Juni hinein sind solche kalten Nächte mit Bodenfrost möglich.
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In den letzten Nächten war besonders der Himmel im Osten und Südosten Deutschlands klar und in recht trockener Luft konnte sich die Luft trotz tagsüber sommerlich anmutenden 20 bis 24°C so stark abkühlen, dass sogar Bodenfrost auftrat. Am Samstag (Abb. 1) reichte der Bodenfrost von der Holsteinischen Schweiz über Mecklenburg-Vorpommern, der Altmark und Anhalt bis nach Berlin und Brandenburg sowie nach Sachsen. Örtlich betrug die Temperatur knapp über der Grasnarbe frostige -3°C. Auch in der Nacht zum heutigen Sonntag (Abb. 2) wurde Bodenfrost registriert, wenngleich nicht mehr so verbreitet wie am Samstag. Der Bodenfrost reichte vom südöstlichen Berliner Stadtrand über die Lausitz bis nach Franken und die Oberpfalz. Auch im östlichen Vorpommern gab es vereinzelt Frost in Bodennähe.
Die Bodenfrostprognose (Abb. 3) gibt nur für die kommende Nacht Entwarnung für Fans von kälteempfindlichen Pflanzen. Verbreitet bleibt die Bodentemperatur über der 0°C-Marke. "Schuld" daran ist die doch recht kompakte Wolkendecke eines Frontensystems, das uns kommende Nacht südostwärts überquert und die Ausstrahlung stark dämpft (Abb. 4). In der Nacht zum Dienstag klart es besonders in der Südosthälfte auf (Abb. 5), während neue Wolken in der Nordwesthälfte die Luftschicht über dem Boden warm halten. So ist besonders Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg stellenweise Bodenfrost in Aussicht (Abb. 6), und Pflanzenliebhaber sollten kälteempfindliche Pflanzen nochmals frostgeschützt unterstellen.
Von: Friedrich Föst
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