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Hitze am Mittelmeer25.07.2009 05:28
Während der Sommer bei uns in Deutschland einem ständigen Wechselspiel von kühl über warm bis heiß gleicht, kennt der Süden Europas nur die Hitze.
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Von Spanien bis zur Türkei örtlich über 40°C
Derzeit sind Höchstwerte zwischen 30 und 40°C rund um das Mittelmeer an der Tagesordnung. Nur wenige Regionen profitieren vom Seewind, der bei Wassertemperaturen von 21 bis 28°C auch nur bedingt kühlt. In einigen Orten stieg die Temperatur (Abb. 1) auch gestern wieder deutlich über 40°C. In und um Bari an der südlichen Adria sowie im türkischen Antalya wurden bis zu 42°C, in Murcia im Südosten Spaniens bis 43°C gemessen. Auch der Balkan stöhnt unter der Hitze.
Zusätzlich bringen die Nächte kaum Erholung. Auf Sizilien fiel die Nachttemperatur heute in der Stadt Messina nicht unter 30°C, auch sonst lagen die Tiefstwerte entlang der Mittelmeerküste verbreitet zwischen 22 und 28°C. Ab 20°C spricht man von einer tropischen Nacht.Waldbrände breiten sich aus
Die Folgen machen sich unterschiedlich bemerkbar. Im westlichen Mittelmeerraum, genauer im Osten Spaniens, auf Korsika und Sardinien (Abb. 4) wüten seit Tagen immer wieder Waldbrände. Dabei starben auf Sardinien ein Schäfer, der seine Herde retten wollte und ein Mann an einem Herzinfarkt, als er sich vor den Flammen in Sicherheit bringen wollte.In Spanien sind bisher mindestens 8 Todesopfer zu beklagen.In Kroatien entgleiste am 24.07.09 ein Zug, Ursache könnten durch die Temperaturausdehnung verformte Gleise sein. Dabei starben 6 Menschen, über 50 weitere wurden verletzt. Ein führerloser Zug raste später durch die Unfallstelle, glücklicherweise wurde dabei kein weiterer Mensch verletzt.
Zugunglück in Kroatien
Viel Trinken
Die hohen Temperaturen stellen zudem den Kreislauf von Menschen und Tieren gleichermaßen auf eine harte Belastungsprobe. Vor allem ältere Menschen leiden stark darunter, da ihr Wasseranteil von Natur aus geringer ist, als bei jungen Leuten. Sie sollten deshalb besonders auf genügend Flüssigkeitszufuhr achten. Geschieht dies nicht, droht ein Hitzschlag.Aussichten: Wenig Änderung
Von: Andreas Blei
In den kommenden Tagen entspannt sich die Lage kaum. Auf dem Balkan und in Italien ist die Gluthitze bei etwas sinkenden Temperaturen zunächst vorbei, bedeutsamer Regen ist aber nirgends in Sicht. Im Gegenteil, es bleibt meist sogar durchweg sonnig, Wolken zeigen sich kaum.
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