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Spanische Unwetter.21.11.2007 05:36
Kräftige Regengüsse und Sturmböen haben insbesondere den Süden Spaniens schwer getroffen. Dabei wurden Bäume umgeknickt und Dächer abgedeckt. Die Stadtautobahn in Sevilla war zeitweise wegen Überschwemmung gesperrt.
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Die Prognose vom Montag hat sich leider bewahrheitet: im Bereich einer Luftmassengrenze wurde feucht-warme Meeresluft (Abb. 1) vom Atlantik in den Südwesten Spaniens geführt. Unter äußerst günstigen Entwicklungsbedingungen, die in den besagten Wetter News hier noch einmal nachgelesen werden können, sind die Unwetter über Andalusien gezogen.
Kräftige Höhenwinde (Abb. 2) im Bereich der Luftmassengrenze sorgten dafür, dass im Zusammenhang mit den kräftigsten Güssen auch Sturmböen bis knapp 90 km/h gemessen wurden (Abb. 4). Die Wetterstationen registrierten dazu enorme Niederschlagsmengen: am 20. November 2007 von 7 bis 19 Uhr MEZ meldete Sevilla eine Regenmenge von 102 Litern pro Quadratmeter, Cordoba 100, und Moron de la Frontera 94 (Abb. 5). Die Folgen waren dementsprechend.
Umgestürzte Bäume, Dächer abgetragen und ein Tornado gesichtet
Nach Meldungen der schweizerischen Nachrichtenagentur SDA wurde in der Nähe von Granada eine Frau von einem herabgestürzten Ast getroffen und verletzt. In Sevilla war die Stadtautobahn wegen Überschwemmungen stellenweise unbefahrbar. Tiefgaragen, tiefer gelegene Läden und Wohnungen standen unter Wasser.
In der Nähe von Sevilla, in der Kleinstadt Dos Hermanas wurde durch eine Windböe das Dach eines Supermarkts zum Einsturz gebracht. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass hier noch wesentlich höhere Windgeschwindigkeiten als die registrierten am Werk waren.
In Chiclana de la Frontera unmittelbar an der Atlantikküste (Abb. 6) wurden mehrere Dächer weggerissen, darunter das eines Autohauses. Wegen des Ausmaßes der Schäden wie auch der Aussage von Augenzeugen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich hier um einen Tornado gehandelt haben muss. Dieser wird auch in der ESWD (European Severe Weather Database) als Tornado-Verdachtsfall mit der Stärke F2 auf der 5-stufigen Fujita-Skala geführt.
Von: Frank Abel
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