Naher Osten: Winter

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  • Naher Osten: Winter
    30.01.2008 05:14

    Während sich der Winter bei uns seit Anfang Januar verabschiedet hat, gab es seit dem in anderen Teilen der Welt Kälte und Schnee, so zum Beispiel im Norden Amerikas, wo das Quecksilber bis weit unter -30°C sank. Aber auch in China, hier gab es in den Provinzen nördlich von Hongkong die heftigsten Schneefälle seit mindestens 50 Jahren.

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    Momentan geht es auch im Nahen Osten zur Sache, weniger die große Kälte, als viel mehr heftige Regen- und Schneefälle sorgen für Probleme. Ursache ist ein Trog, der bis in den Norden Ägyptens und Saudi-Arabiens reicht (Abb. 1). Auf der Rückseite strömt kalte Luft vom Asiatischen Kontinent bis weit nach Süden, diese vermischt sich hier mit warmer Mittelmeerluft und reichert sich mit Feuchtigkeit an. Diese Ausgangssituation ist prädestiniert für hohes Unwetterpotenzial.

    Am kräftigsten hat es gestern im Libanesischen Safita geschüttet, hier kamen bis 18 Uhr 69 Liter pro Quadratmeter in 18 Stunden vom Himmel. In den Bergen ab 1000 m fiel das Ganze dann als Schnee. Auch in anderen Teilen der Region regnete und schneite es kräftig (Abb. 3).

    Freuen dürften sich dagegen die Anrainer von Jordan, See Genezareth und Toten Meer, denn diese Gewässer brauchen dringend den Regen, ging doch der Wasserspiegel in den letzten Jahren durch landwirtschaftliche Bewässerungsmaßnahmen stetig zurück.

    Von: Karsten Kürbis