Schafskälte, erneuter Wintereinbruch?

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  • Schafskälte, erneuter Wintereinbruch?
    30.05.2009 06:20

    Nachdem uns diese Woche Tief "Felix" (Abb.1) mit schwülwarmer bis -heißer Subtropikluft den bisher heißesten Tag (Abb.2) des Jahres brachte und zugleich für schwere Unwetter sorgte, wurde es in der zweiten Wochenhälfte deutlich kühler (Abb.3), windiger und wechselhafter.

    Schon die Pfingsttage sind vom eher kühlen und wechselhaftem Wetter geprägt. Aber der Blick auf nächste Woche verspricht nichts Gutes, zumindest keinen erneuten Sommerausbruch. Viel eher macht sich die typische Schafskälfte bemerkbar.

    Temperatursturz um 5 bis 10 Grad

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    Die wichtigste Zutat für eine typische Schafskälte ist eine kühle und feuchte Nordwestströmung. Bei einer "richtig echten Schafskälte", wie sie zum Beispiel im Jahre 1998 aufgetreten ist, fallen die durchschnittlichen Temperaturen um etwa 5 - 10 Grad ab, die Höchstwerte lagen bei gerade einmal 5 bis 20 Grad (Abb.4).

    Die Wetterlage trat zumindest in der Vergangenheit mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit ein, die Trefferquote liegt bei sagenhaften 89%. Der Name "Schafskälte" soll an die frisch geschorenen Schafe erinnern, denen die kühlen Temperaturen um den 11. Juni durchaus gefährlich werden können.

    Schafskälte auch dieses Jahr

    Nach Pfingsten stellt sich die Wetterlage um, die Strömung von etwa 500hPa (in etwa 5,5km Höhe) bis zum Boden dreht auf nördliche Richtungen (Abb.5). Über Südosteuropa befindet sich ein Höhentief, an dessen Westseite strömt aus Nordeuropa kalte und feuchtes Meeresluft nach Deutschland. Dementsprechend gehen die Temperaturen deutlich zurück, wobei der Höhepunkt der Kältewelle am Donnerstag erreicht wird (Abb.6). Auch mit Bodenfrost muss in den Frühstunden am Mittwoch und Donnerstag gerechnet werden, sehr empfindliche Pflanzen sollte man besser nach drinnen bringen oder gut schützen.

    Von: Claudia Voß