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Weltwetterübersicht28.02.2010 07:19
Heute ist wieder Weltwettertag. Wie jeden Sonntag sehen wir uns die efi-Karten mal wieder etwas genauer an, um zu sehen, welche interessanten Wetterereignisse uns die kommende Woche erwarten. Abbildung 1 zeigt den Extreme Forecast Index (EFI) des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF) für die Windgeschwindigkeit am Montag. Dieser Index deutet auf signifikante Änderung einzelner Parameter hin, also negative sowie positive Abweichungen vom Normalwert. Sehen wir uns einige Regionen genauer an.
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- Europa
Europa steht zu Beginn dieser Woche noch unter dem Einfluss von Sturm Xynthia, welcher inzwischen von West- auf Mitteleuropa übergegriffen hat. Nachdem das Sturmfeld in Südwesteuropa für Orkanböen gesorgt hat, bringt es nun auch Deutschland verbreitet schere Sturmböen, im Bergland auch Orkanböen. Xynthia wird sich den Modellprognosen zufolge abschwächen. Auf den Kanaren deutet sich hingegen schon wieder stürmisches Wetter an. Abb. 1 zeigt dabei, dass der EFI für den Wind über Westeuropa sowie im Bereich der Kanaren hohe Werte anzeigt. Doch auch in anderen Regionen der Welt steht stürmisches Wetter bevor.
- Südamerika
Auch die Südspitze Amerikas bekommt zum Wochenbeginn Sturm. Ein intensives Tiefdruckgebiet verlagert sich südlich des Kontinents nach Osten (Abb. 2). Dementsprechend zeigt auch der EFI hohe Werte an. Derartige Stürme sind in dieser Region allerdings nicht ungewöhnlich. Mit Fortschreiten der Jahreszeit werden sich die Tiefs hier weiter nach Norden ausdehnen und dann auch größere Teile Südamerikas beeinflussen.
- Australien
Auch Australien steht windiges Wetter bevor, wobei vor allem die östlichen Regionen betroffen sind, wie die EFI-Karte für Montag zeigt (Abb. 1). Ursache ist hier aber kein Sturmtief, sondern ein kräftiges Hochdruckgebiet, welches kalte Luftmassen über den Kontinent nach Norden lenkt (Abb. 3). Dementsprechend zeigt auch die EFI-Karte für die Temperatur deutliche Signale für kühles Wetter an (Abb. 4). Die niedrigen Werte der Temperatur kommen im Wesentlichen durch Wolken und teils ungewöhnlich viel Regen im Bereich der Kaltfront zustande, wie die EFI-Karte für den Gesamtniederschlag innerhalb von 5 Tagen zeigt (Abb. 5). Was für die zentralen Regionen Australiens im März deutlich zu kalt ist, bedeutet für Mitteleuropa aber sehr angenehme Werte von 20°C (Abb. 6).
- Nordamerika und Nordatlantik
Heftige Schneestürme sorgen im Osten der USA weiterhin für Probleme. Dabei strömt die Kaltluft in den nächsten Tagen wieder weit nach Süden und erreicht auch Florida. Die böigen Nordwinde zur Wochenmitte werden auch deutlich vom EFI erfasst (Abb. 7). Sie sorgen unter anderem dafür, dass sich im Übergangsbereich zu sehr warmen Luftmassen über der Karibik ein scharfer Temperaturgegensatz aufbaut (Abb. 4). Hier entstehen im Laufe der Woche mehrere, recht intensive Tiefdruckgebiete.
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