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Antarktiswinter30.07.2009 07:07
Während bei uns nun doch langsam der Sommer so richtig in Fahrt kommt, herrscht auf der Südhalbkugel die kälteste Zeit des Jahres. Besonders im Polargebiet auf der bis zu 4000 Meter mächtigen antarktischen Eiskappe ist es derzeit extrem kalt. So gab es am Mittwoch an der russischen Forschungsstation in Wostok auf über 3400 Metern Höhe eine Temperatur von –71 °C. Zum Vergleich: Die mittlere Temperatur im Juli beträgt an diesem unwirtlichen Ort –65 °C, wir sind also nicht weit vom Mittelwert entfernt. Im August wird es sogar noch kälter, das Mittel beträgt dann –72 °C, wir können also gespannt sein, was dieses Jahr die tiefste Temperatur in Wostok wird.
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Die Rekordwerte der Wetterstation, an der regelmäßige Messungen seit dem Jahr 1958 durchgeführt werden, sind besonders eindrucksvoll:
- Tiefste Temperatur –89,2 °C am 21.7.1983
- Höchste Temperatur –12,2 °C am 12.1.2002
Obwohl die Antarktis das größte natürliche Süßwasserreservoir darstellt, ist dieser Kontinent eine Wüste, denn der Jahresniederschlag ist so gering wie z. B. in der Sahara. Je nach Quelle wird der mittlere Jahresniederschlag mit 30 bis55 Liter pro Quadratmeter angegeben. In Deutschland fällt mit 500 bis 800 Litern mehr als das Zehnfache!
Weitere interessante Temperaturwerte an der Wetterstation gibt es hier.
Abbildung 2 unterliegt der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Von: Karsten Kürbis
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