Deutschland: Luftmassengrenze

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  • Deutschland: Luftmassengrenze
    28.04.2009 05:29

    Lang ersehnter Regen im Westen, der Osten weiterhin sommerlich warm und trocken

    Genau über Deutschland hat sich eine Luftmassengrenze (Abb.1) gebildet, sie trennt feuchte und kühle Luft im Westen von sommerlich warmer und sehr trockener Luft im Osten. Die Gegensätze konnten kaum größer sein. Während in Berlin mit 26 Grad die höchste Temperatur in Deutschland und sogar europaweit gemessen wurde, gab es in der Westhälfte einen Temperatursturz auf gerade einmal 12 bis 17 Grad (Abb.2).

    Diese Grenze über Deutschland brachte aber nicht nur extreme Temperaturgegensätze, sondern auch kräftigen Regen in der Westhälfte und weiterhin trockenes Wetter im Osten (Abb.3). Bis heute Früh fielen zwischen Hessen und dem südlichen Schleswig-Holstein verbreitet 10 bis 20 Liter auf den Quadratmeter (Abb.4).

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    Über weiter Teile Mitteleuropas sind gleich zwei Druckkomplexe wetterbestimmend. Zum einen Hoch „Steffi“ über Russland, das vor allem dem Osten Deutschlands mit einer kräftigen Süd- bis Südostströmung  sonniges und sommerlich warmes Wetter bringt. Zum anderen hat sich über Westeuropa ein Höhentief gebildet, dass zusammen mit einen Tiefdruckgebiet am Boden für teils kräftigen Regen sorgt. Den meisten Niederschlag brachte dieses Tief auf der Alpensüdseite (am Wochenende haben wir darüber berichtet), aber auch in Deutschland regnet es seit gestern recht kräftig.

    Wie geht es jetzt weiter?
     
    Die Luftmassengrenze über Deutschland löst sich im Laufe der Woche auf und über Skandinavien bildet sich ein riesiges Hoch (Abb.5), dass auch für ganz Deutschland wetterbestimmend wird. Zu Beginn der neuen Woche nimmt der Tiefdruckeinfluss vom Atlantik zu (Abb.6), es wird kühler und auch leicht wechselhafter.

    Von: Claudia Voß