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Heftiger Monsun15.06.2008 05:35
Der diesjährige Sommermonsun auf dem Indischen Subkontinent fällt besonders heftig aus. Betroffen ist bislang vor allem der äußerste Süden Chinas in der Provinz Guangdong (Abb. 1). Aus der am Südchinesischen Meer gelegenen Stadt Shantou wurde am Samstag eine 24-stündige Regenmenge von 324 mm gemeldet (Abb. 2). Zum Vergleich: In Berlin fällt im ganzen Jahr etwa 590 mm.
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In den nächsten Tagen verlagern sich die stärkstenMonsunregenfälle mehr in den Norden Indiens und nach Bangladesh. Dort können in 5 Tagen bis zu 500 mm niedergehen (Abb. 3).
Allerdings befindet sich hier auch einer der nassesten Orte der Erde: In Cherrapunji im nordöstlichsten Teil Indiens (Abb. 4) fallen jährlich im Durchschnitt 10798 mm (Abb. 5), Einzeljahre brachten es sogar schon auf mehr als 22000 mm. Ursache ist der nahegelegene, besonders stark aufgewärmte Golf von Bengalen, dessen warmes Wasser sehr regenträchtige Wolken produziert. Diese stauen sich auf dem Weg nach Norden am Südrand des Khasi-Gebirges, so dass im Sommermonsun nahezu täglich heftige Regenfälle niedergehen.
Dem steht die trockenste Region der Erde gegenüber: In der Atacamawüste im Norden Chiles fällt oftmals über Jahre hinweg gar kein Niederschlag.
Von: Frank Brennecke
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