Akute Hochwasserlage

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  • Akute Hochwasserlage
    24.06.2009 07:20

    Im östlichen Teil des Alpenraums blicken wegen der starken Niederschläge derzeit  viele Menschen mit Bangen gen Himmel.

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    Aktuelle Situation
    Seit mehreren Tagen werden wiederholt sehr niederschlagsträchtige Wolken durch Tief „Qinton“ (Abb. 2) vor allem in den Bereich zwischen Schwaben und das österreichische Burgenland geführt.  Qinton selbst liegt über dem Balkanraum und lenkt sehr feuchte Luftmassen östlich um die Alpen herum, die dann auf die zuvor von Nordwesten herangeführte kühle Luft aufgleiten und sich dabei ihrer nassen Fracht entledigen. Durch Staueffekte an den Alpen wird das Ganze noch verstärkt, wodurch beträchtliche Regenmengen zu Stande kommen. In Freilassing im Berchtesgadener Land wenige Kilometer von Salzburg entfernt fielen in den vergangen 24 Stunden 58 Liter Regen pro Quadratmeter, in Siegsdorf-Höll waren es knapp 71 Liter. Diese Niederschlagssummen werden in Ober- und auch in Niederösterreich oftmals noch deutlich überschritten. In St. Pölten kamen 50 Liter und in Lunz enorme 90 Liter auf dem Quadratmeter zusammen, dies jedoch in lediglich 12 Stunden bis zum 24.06. morgens 08 Uhr.

    Auswirkungen
    Diese massiven Regenfälle haben natürlich auch ihre Folgen. In weiten Teilen Österreichs herrscht Hochwasseralarm. Viele kleine und mittlere Flüsse sind schon über die Ufer  getreten und haben bisher vor allem Keller und Straßen unter Wasser gesetzt. Die Feuerwehr und auch das Österreichische Bundesheer sind mit derzeit mehreren Tausend Mann im Einsatz und viele weitere Einsatzkräfte stehen bereit.  Bisher ist an manchen mittleren Flüssen schon ein 3-5-jähriger Höchststand erreicht, an kleinen teils sogar ein 10-jähriges Hochwasser. Auch in Steyr steht das Wasser schon in den ufernahen Straßen. Hier sind die Anwohner angesichts der Lage aber momentan noch recht entspannt, da durch den Zusammenfluss der Steyr in die Enns solche Ereignisse des Öfteren auftreten.

    Trend
    In den nächsten Stunden und Tagen ist noch mit weiteren ergiebigen Regenfällen zu rechnen, der Dauerregen geht dabei aber zunehmend in schauerartige Niederschläge über. Mit dem Einfließen wärmerer Luft steigt auch die Schneefallgrenze wieder auf etwa 3000m an. Dann könnte das zuvor im Schnee gespeicherte Wasser in manchen Gebieten zusätzlich ein entscheidender Faktor sein.

    Von: Ronny Büttner, Andreas Blei