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Lake-Effect USA06.12.2008 05:12
Wir kennen es aus Deutschland: Mit der Schneeverteilung geht es ungerecht zu. Auch in den USA sticht eine Region besonders heraus, wo die Schneemengen auf engstem Raum stark variieren können: Im Bereich der Great Lakes - den Großen Seen. Wie kommt es dazu?
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Ein Tief über den Großen Seen (Abb. 1) zieht am heutigen Samstag über die Region hinweg. Auf der Rückseite wird arktische Luftmasse nach Süden geführt (Abb. 2). Dabei strömt diese Luft über das noch relativ warme Wasser der Great Lakes - die Brutstätte für heftige Schneeschauer. Diese Schneeschauer werden dann mit dem Wind auf das Festland getrieben, wo ihnen wenige Kilometer landeinwärts die Puste ausgeht, da es über dem kalten Land keinen Feuchte- und Wärmenachschub gibt. Doch solange der Wind über die Seen streicht, reiht sich ein Schauer an den nächsten.
Es entstehen wahre "Schauerstraßen", auf denen große Schneemengen zusammenkommen können. Bis zu 1m Neuschnee und mehr sind da keine große Seltenheit. Das Kuriose: Bereits wenige hundert Meter außerhalb dieser Schauerstraßen bleibt es grün. Fährt man mit dem Auto in solch eine Schauerstraße hinein, gibt es einen scharfen Kontrast aus Vollwinter und Herbst. Heute wird dies besonders an den Ostufern von Michigansee, Oberer See und Huronsee zu beobachten sein (Abb. 3). Dort werden mit nordwestlichem Wind die Schneeschauer auf die Ostküsten getrieben, wenige Kilometer landeinwärts klingen diese aber bereits wieder ab. 20 bis 30cm Neuschnee sind durchaus möglich heute und am Sonntag, örtlich ist auch noch mehr Schnee zu erwarten. Die Meldungen von Mitternacht (Abb. 4) zeigen den Beginn des Szenarios, obwohl zu diesem Zeitpunkt das Tief noch westlich der Großen Seen lag.
Von: Friedrich Föst
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