Spanien: Große Trockenheit

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  • Spanien: Große Trockenheit
    23.01.2008 05:36

    Nicht nur die Einheimischen wundern sich über die derzeitige Witterung, sondern auch die Touristen, die ob des eigentlich anstehenden Winterregens entsprechende Regenkleidung in ihre Koffer gepackt haben. Stattdessen findet man ein Wetter wie im Hochsommer: Kaum eine Wolke am Himmel, von Regen weit und breit keine Spur. Dabei wäre der Winterregen so wertvoll für die Region, um die Wasserspeicher zu füllen, die ausreichendes Nass auch im Sommer gewährleisten. Doch diese sind nur wenig gefüllt, was sich während der trockenen Sommermonate rächen könnte. Zwar hat es im Herbst teils kräftig geregnet, doch war dieser Regen nur lokal stark, zudem ist viel Wasser lediglich oberflächlich abgeflossen und nicht ins Erdreich eingedrungen.

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    Ein Blick auf die Wetterkarten verdeutlicht das Ausbleiben des so wichtigen Regens: Ein mächtiges Hoch erstreckt sich von den Azoren über die Iberische Halbinsel bis ins westliche Mitteleuropa (Abb. 1). Dadurch werden die Tiefdruckgebiete auf sehr weit nördliche Bahnen gezwungen und können erst über Osteuropa nach Süden ziehen. Somit bleibt auch der so wichtige Niederschlag vorerst aus, wahrscheinlich sogar bis weit in den Februar hinein. Abbildung 2 zeigt, dass mit der nördlichen Zugbahn der Tiefs auch der Niederschlag in nördlichen Breiten bleibt, am meisten etwa in einem Streifen südlich von Island über Südskandinavien, Nordosteuropa bis zum östlichen Mittelmeer und dem Schwarzen Meer. Die Iberische Halbinsel bleibt fast trocken.

    Auch in der ersten Februardekade bleibt es voraussichtlich trocken in Südwesteuropa. Die Ensembleprognose (Abb. 3) zeigt weiterhin eher Hochdruckeinfluss über Spanien und Portugal an, während die Tiefdruckgebiete weiterhin nördliche Zugbahnen einnehmen. Somit ist ein Ende der Trockenheit noch nicht in Aussicht und die Wasserspeicher bleiben vorerst leer...

    Von: Friedrich Föst