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Extreme Kälte in Sibirien13.12.2008 05:51
Während in Teilen Mitteleuropas recht viel Schnee gefallen ist, bleiben die Temperaturen eher im Bereich der Normalwerte oder sogar leicht darüber. Deutschlandweit war die erste Dezemberdekade etwa 1°C wärmer als das langjährige Mittel von 1961 bis 1990. Auch die absoluten Extremwerte liegen im Normbereich. Die –10°C-Marke wurde höchstens in einigen Alpentälern gemessen, über +10°C traten nur einmal in Freiburg auf, sonst blieb es bei dezembertypischen Werten.
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Ganz anders sieht es zur Zeit in Sibirien aus. Dort herrschen zur Zeit extrem kalte Bedingungen mit Temperaturen teils unter –50°C, im Winter in dieser Region eigentlich nichts besonderes, Anfang Dezember dagegen schon. So wurde im russischen Kjusjur, ganz in der Nähe der Lenamündung in das Nordpolarmeer, gestern ein Minimum von –51.6°C gemessen und damit der alte Dezemberrekord von –46°C unterboten. Und das in der ersten Hälfte des Dezembers!
Die Kältepole Sibiriens Ojmjakon und Werchojansk meldeten –54 bzw. –53°C, immer noch sehr kalt, aber die absoluten Extremwerte liegen dort im Dezember bei unter –60°C. Grund für die strengen Kältegrade ist eine sehr kalte Luftmasse, die sich über dem östlichen Sibirien ausgebreitet hat. Der normalerweise kompakte Polarwirbel ist in zwei Teile aufgespaltet, ein Zweig über Nordamerika, ein weiterer und noch etwas kräftigerer über Sibirien. In 850 hPa (ca. 1500 Meter) sind es etwa –35°C, durch die fehlende Sonneneinstrahlung und die Schneedecke kühlt es am Boden noch weiter ab und als Ergebnis gibt es Minimumtemperaturen unter –50°C.
Von: Karsten Kürbis
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