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Abb. 1) Maximal zu erwartender Neuschnee von Freitag, 19 Uhr, bis Samstag, 01 Uhr.
Abb. 2) Maximal zu erwartender Neuschnee von Samstag, 01 Uhr, bis Samstag, 07 Uhr.
Abb. 3) Maximal zu erwartender Neuschnee von Samstag, 07 Uhr, bis Samstag, 13 Uhr.
Abb. 4) Sonnenscheindauer am Sonntag in Stunden. Im Norden kommen ein paar Wolken heran, dort wird dafür der Samstag durchweg sonnig verlaufen.
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Viel Schnee durch Yve05.03.2010 06:33
Schneetief Yve
Schneetiefs sind im Spätwinter keine Seltenheit. Vor allem in den Mittelgebirgen und Alpen sind ergiebige Schneefälle im März und April recht häufig. Der Grund ist, dass die Luftmassen aus Nordwesten und Westen, die im Bereich von Tiefdruckgebieten zu uns strömen, um diese Jahreszeit besonders kalt sind. Denn während sich die Landmassen Europas entsprechend der längeren Tage und des höheren Sonnenstandes bereits deutlich erwärmen, erreicht das Wasser des Nordatlantik gerade in diesen Monaten die tiefstenTemperaturwerte, was die feuchten Meeresluftmassen schneeträchtiger macht als im Hochwinter. So kann es im Bereich von Tief Yve selbst in tiefe Lagen Schnee geben, lediglich im Nordwesten ist vorübergehend auch Regen dabei. Bis zum Samstag Vormittag kann es selbst am Niederrhein und an der Nordseeküste weiß werden. Schwerpunkt der Schneefälle sind aber eindeutig die höheren Lagen, wo es kalt genug für Pulverschnee ist: Bereits ab 100 bis 200m sind in NRW mehrere Zentimeter drin, in den Staulagen der deutschen Mittelgebirge könnten sogar 20 bis 40cm zusammenkommen. Am Samstag verlagert sich der Schnee nach Süden, wobei auch hier in tiefen Lagen mehrere Zentimeter Schnee fallen können, in den Hochlagen und am Alpenrand sind auch 30 cm und mehr möglich (Abbildungen 1-3).
Verkehrsbehinderungen
Durch die ergiebigen Schneefälle sind am Samstag vor allem im Mittelgebirgsraum verbreitet Verkehrsbehinderung zu erwarten. Glatte Straßen und Schneematsch können verbreitet auch im Tiefland auftreten. Während sich die Lage im Tagesverlauf von Norden her deutlich entspannt, wird es im Süden bei weiteren Schneefällen vor allem in den höheren Lagen und am Alpenrand weitere Behinderungen geben. Im Bergland kann es auch zu Schneeverwehungen kommen.
Traumhaftes Winterwetter
Während Tief Yve sich über dem Alpenraum auflöst, strömt arktische Kaltluft von Nordosten nach Deutschland. Diese Luftmasse ist bis in große Höhen gut durchmischt, so dass bodennah nur wenig Staub und Feuchte vorhanden sind, auch der Pollenflug wird hierdurch gedämpft. Zusammen mit dem Hochdruckeinfluss wirkt diese Luft häufig positiv auf den Biorhythmus, so dass sich viele Menschen fit und wach fühlen. Die Luft ist in jeder Hinsicht sehr erfrischend: Selbst mittags sind in Regionen mit ausreichend dicker Schneedecke nur Höchstwerte um 0°C zu erwarten, häufig herrscht leichter Dauerfrost. Dazu kommt der Wind, der am Samstag verbreitet, am Sonntag zumindest im Süden mäßig bis frisch aus Nordost weht und eine gefühlte Temperatur von teils unter -10°C erzeugt. Dementsprechend ist angemessene Kleidung zu empfehlen. Gleichzeitig hat die Sonne aber schon viel Kraft, so dass es in windgeschützen Bereichen richtig warm werden kann. Egal, ob man sich in den Mittelgebirgen noch einmal an den guten Wintersportbedingung erfreut, oder den Spätwinter lieber mit einem Spaziergang genießt: Bei längeren Aufenthalten im Freien ist ausreichender Sonnenschutz auf jeden Fall angebracht, da die Schneedecke das Sonnenlicht reflektiert und die Strahlung verstärkt.Von: Christoph Gatzen-
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