Extremwetterkongress 2010

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    Das Klimahaus in Bremerhaven. Hier findet seit 2009 der jährliche Extremwetterkongress statt.

    Auch die Meteogroup Deutschland ist wieder mit einem Stand vor Ort vertreten und beteiligt sich mit Vorträgen zu den Themen Wetterinformationen in den Medien, Ableitung von Hagelkorngrößen aus Radarbildern und Orkantief Xynthia.

  • Extremwetterkongress 2010
    04.03.2010 05:43

    Von Klimawandel bis zu Tornados, der diesjährige Extremwetterkongress bietet dem interessierten Publikum wieder eine bunte Mischung aus dem Bereich der Geowissenschaften. Vor allem auf Wissenschaftsredakteure und Moderatoren ist das Programm zugeschnitten, so gibt es unter anderem wieder einen Medienpreis für Meteorologie, wobei auch der beste Wettermoderator gekürt werden soll. Mit über 750 Teilnehmern handelt es sich um das größte jährliche Treffen und erfreut sich auch eines großen medialen Interesses.

    Ein Schwerpunktthema wird das Wetter und Klima in Ballungsräumen sein. Hier leben weltweit immer mehr Menschen, während die Landbevölkerung einen weiter abnehmenden Anteil ausmacht. Dementsprechend sind die Eigenarten des Stadtklimas und die Auswirkungen extremen Wetters für viele Menschen von Bedeutung.

    So hat sich das Klima in den Ballungsräumen in anderer Weise entwickelt, als auf dem Land. In erster Linie betrifft das die Temperatur. Im Winter gibt es  weniger Schnee und Frost durch unzählige Wärmequellen und die dichte Bebauung, die einer kräftigen Abkühlung in den Nächten entgegenwirkt. Im Sommer kommt es dagegen in einigen Städten zu einem Hitzestau, da offene Flächen und Vegetation selten sind. Viele Menschen leiden dann unter der extremen Wärmebelastung, die teilweise größer sein kann als in Südeuropa. Dieser städtische Klimawandel zeigt sich auch in der Veränderung der Flora und Fauna in den Ballungsräumen. Immergrüne Pflanzen wie Palmengewächse stehen häufig in den Vorgärten im Rhein-Main-Gebiet, in vielen Städten gibt es Kolonien von Papageien, wie beispielsweise in Köln.

    Neben den für das Stadtklima relevanten Faktoren werden auch die Auswirkungen von Extremwetter diskutiert. Lokale Starkregenfälle können leicht zu großen Schäden durch Überflutungen führen, da der Boden versiegelt ist und die Kanalisation bei extremen Regenfällen überfordert ist. Unwetter mit schweren Sturmböen bedrohen im Sommer viele Menschen, die in den Städten weitgehend unabhängig vom Wetter leben und entsprechend gewarnt werden müssen. Im Großraum Berlin waren beispielsweise 8 Menschen gestorben, als im Juli 2002 ein schweres Unwetter Tausende Bäume entwurzelte.

    Der Kongress findet im Klimahaus in Bremerhaven statt und dauert noch bis zum 6. März 2010.

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    Von: Christoph Gatzen