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(1) Ein Mann steht in Vancouver vor den Plakaten für die Olympischen Winterspiele im Regen. Foto aufgenommen am 10.02.10, Andrew Milligan / PA Wire / Press Association Images (www.paphotos.com)
(2) Anomalien in El Niño Wintern (oben) im Gegensatz zu La Niña Bedingungen (unten). Quelle: NOAA
(3) Das kräftige Tief macht bei vielen Veranstaltungen ein Strich durch die Rechnung (Prognose für den 13.02.10, 4 MEZ / 12.02.10, 19 Uhr Ortszeit)
(4) Auf der Vorderseite bringt eine stramme südwestliche Strömung feuchte und sehr milde Luft an die kanadische Westküste (Prognose für den 13.02.10, 4 MEZ / 12.02.10, 19 Uhr Ortszeit)
(5) Die Schneefallgrenze steigt auf bis zu 1.400 Meter (Übersicht von Samstag bis Dienstag Ortszeit)
(6) Regen statt Schnee (Prognose der Temperaturen, des Luftdrucks und des dominierenden Wetters der letzten 12 Stunden für den ersten Austragungstag, 13.02.10, 10 Uhr Ortszeit)
(7) 24-std. Niederschlagssumme am Samstag und Sonntag (jeweils 4 Uhr bis 4 Uhr des Folgetages Ortszeit)
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Olympische Regen-Spiele12.02.2010 09:32
Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Vancouver kämpfen kurz vor der Eröffnungszeremonie (Samstag, 13.02., 3 Uhr unserer Zeit) gegen das Wetter. Der Hauptgegner ist aber nicht wie bei uns der Schnee, sondern eher Tauwetter, Regen und Nebel. Denn der Westen Kanadas ist in diesem Winter viel zu mild.
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Kräftiges Tief auf dem Pazifik
Grund hierfür sind immer wieder kräftige Tiefs, die auf ihrer Vorderseite die warme Meeresluft mit einer strammen südwestlichen Strömung an die Westküste der nordamerikanischen Kontinents bringen.Dies ist ein typisches Wettermuster für El Niño - Jahre, einer Anomalie mit überdurchschnittlichen Meerestemperaturen im äquatorialen Pazifik und Auswirkungen auf atmosphärische Strömungsmuster und damit das Wetter weltweit. Hier die aktuelle Entwicklung der Meerestemperatur-Abweichungen:

Abweichungen der Meerestemperatur im äquatorialen Pazifik vom Mittelwert. Quelle: NOAA In El Niño-Wintern ist die Tiefdruck-Aktivität im östlichen Nord-Pazifik dabei deutlich ausgeprägter als sonst. Immer wieder entstehen kräftige Sturmtiefs, die die überdurchschnittlich warme und feuchte Luft aus subtropischen Regionen anzapfen und weit nach Nordosten transportieren, bis an die Küste Kanadas und Alaskas (Abb. 2).
Milderungs-Schub ausgerechnet zur Eröffnung
So kam es in diesem Winter in und um Vancouver in der Provinz British Columbia schon dazu, dass sich einige Bäume in zartem Grün zeigten und vom Winter keine Spur war. Und ausgerechnet zu der Eröffnung, die am heutigen Freitagabend Ortszeit (in der Nacht zum Samstag unserer Zeit) beginnt, hat man zunehmend mit Problemen zu kämpfen.Denn der unmittelbare Auftakt der Olympischen Spiele wird von einem Höhepunkt eines Wärmeschubes begleitet, der auf der Vorderseite eines kräftigen pazifischen Sturmtiefs die Westküste erreicht (Abb. 3 und 4). Mit der ankommenden feucht-warmen Luft hatte man schon im Training zu kämpfen. Zwar gab es in den letzten Tagen in der noch kühleren Luft zunächst eine Runde Schnee für den Cypress Mountain (Talstation 910 m, Gipfel 1454 m), den Hausberg Vancouvers. Jedoch sorgte die verstärkte Zufuhr feuchter Luft oft für Sichtbehinderung durch Nebel.
Kräftiger Regen statt Schnee
Dadurch mussten einige Trainingseinheiten verändert oder verschoben werden, die aber teilweise verpflichtend für die Teilnahme an den Olympischen Spielen selbst sind, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Und Sorgen macht den Veranstaltern auch die zukünftige Entwicklung, während die Temperatur in Vancouver auf teils über 10°C steigen wird.Denn mit der hereinrückenden Warmfront kommt ein kräftiges Regengebiet auf den Austragungsort zu, der die Schneefallgrenze auf teils 1.400 Meter treibt. Dies könnte zu argen Problemen führen, sowohl auf dem Cypress Mountain, wo zunächst Freestyle- und Snowboardkämpfe ausgetragen werden, als auch auf dem Whistler Mountain, wo die Abfahrtsläufe ausgetragen werden. Wie man in unserem Wintersportwetter sieht, steigt die Temperatur in der Talstation bis Sonntag auf +6°C, und es fällt teils kräftiger Regen (Abb. 6 und 7).
So wird es weiter viel zu improvisieren geben in den nächsten Tagen in Kanada. Immerhin sinkt die Schneefallgrenze zur Wochenmitte wieder etwas ab, sodass zumindest künstlich erzeugter Schnee eine bessere Überlebenschance haben dürfte...
Von: Frank Abel
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- Olympische Wetterküche - SZ
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