-
Neue Rekordwerte26.10.2006 16:00
Der Herbst ist neben dem Frühjahr die Hauptzeit für ein spektakuläres Wetterphänomen, dem Föhn.
-
Anzeige
Er entsteht bei Überströmen der Luft über ein Gebirge. Dabei wird trockene Luft aus Höhe in die Täler transportiert. Auf ihrem Wege dahin erwärmt sie sich um 1°C/100m. Der Föhndurchbruch im Tal äußert sich durch plötzlich auftretende Böen, die mitunter Sturmstärke erreichen. Bei Südföhn kann die Temperatur binnen Minuten um 10 bis 15°C steigen. Der Föhn setzt sich gerne tagsüber durch, wenn ihm die Sonne unterstützend hinzukommt. Bei besonders starker Anströmung schafft er es in manchen Fällen auch in der Nacht.
So stieg die Temperatur in den frühen Morgenstunden des Donnerstags am Harznordrand auf über 21°C! Am Nordrand der Eifel wurden 19°C gemessen. In den Alpen gab es sogar auf 1000m Höhe Temperaturen über 20°C - der Föhn macht’s!
In den Nachmittagsstunden des Donnerstags wurden für Ende Oktober häufig die höchsten Temperaturen seit Beginn der Messaufzeichnungen erreicht. Örtlich registrierten die Wetterbeobachter sogar noch Sommertage mit Werten von 25°C und mehr (Messstetten, Olbersleben, Nörvenich). In Berlin-Dahlem konnte man mit 23,0°C den wärmsten Tag in der zweiten Oktoberhälfte seit 1908 verzeichnen.
Von: Friedrich Föst, Frank Abel und Lars Hattwig
-
-
TAGS:





