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Australien: Land unter24.05.2009 05:01
Nicht nur in Deutschland gibt es dieser Tage Unwetter, in der letzten Woche kam es nach den verheerenden Waldbränden im Februar und den Überschwemmungen Anfang April entlang der Ostküste Australiens erneut zu noch heftigeren, lang anhaltenden Regenfällen. Dabei wurden teilweise innerhalb von 5 bis 6 Tagen Regensummen gemessen, die in Deutschland nicht einmal innerhalb eines ganzen Jahres fallen.
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So meldete die Wetterstation Dorrigo im Nordosten von New South Wales etwa 300 km südlich von Brisbane im Zeitraum 18. bis 23. Mai eine Gesamtsumme von 913 Liter pro Quadratmeter. Zum Vergleich: in München fallen normalerweise in einem ganzen Jahr etwa 800 Liter pro Quadratmeter!
Aber auch in Queensland gab es beachtliche Niederschlagsmengen, so in Beerburrum, etwa 60 km nördlich von Brisbane. Dort wurden 548 Liter registriert. In den letzten Tagen wurden in einer großen Region Niederschlagsmengen über 200 Liter gemessen. Dies führte zwangsläufig zu Überflutungen.
Die Abbildung (1) zeigt ein Satellitenbild vom Donnerstag Nachmittag (Ortszeit). Man erkennt ein kompaktes Wolkenfeld, das vom Pazifik bis nach New South Wales reicht. Gleichzeitig wehte an der Ostküste starker bis stürmischer Ostwind, der die feuchte Luft vom Pazifik auf das Festland trieb. Dort trifft sie sogleich auf ein über 1000 Meter hohen Gebirgszug, was die extremen Niederschlagsmengen erklärt.
In Abbildung (2) erkennt man die Stauwirkung des Gebirges anhand der 24-stündlichen Niederschlagsmengen vom 21.05.09. Unweit der Küste werden die höchsten Mengen erreicht (449 Liter in Dorrigo).
Abbildung (3) zeigt die Wetterlage am Samstag Mittag (Ortszeit). Südöstlich von Australien liegt ein kräftiges Hochdruckgebiet, um das die Luft entgegen des Uhrzeigersinns geführt wird. Dabei ist vor der Ostküste von New South Wales eine starke Drängung der Isobaren zu sehen. Entsprechend weht hier auch ein starker bis stürmischer Ostwind auf dem Pazifik.
Von: Marco Radke-Fretz
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