Tornados in den USA

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    Abb. 1: 52 Tornados wurden am gestrigen Freitag in den USA beobachtet. Quelle: http://www.spc.noaa.gov/

    Abb. 2: Ein Tief über dem Mittleren Westen der USA sorgte für schwere Gewitter

    Abb. 3: Neben der Windscherung die weiteren "Hauptzutaten": Schwülwarme Luft aus dem Golf von Mexiko und Polarluft von den Rocky Mountains

  • Tornados in den USA
    03.05.2008 03:42

    Erneut hat eine Serie von Tornados eine Schneise der Verwüstung durch einige Staaten der USA gezogen. Am Freitag waren besonders die Staaten Arkansas, Tennessee und Mississippi betroffen, wo ein Großteil der 52 Tornados durchzogen (Abb. 1).

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    Die in Zusammenhang mit heftigen Gewittern stehenden Wirbelstürme entstehen, wenn der Wind im Bereich einer scharfen Luftmassengrenze zwischen trocken-kalter Luft von den Rocky Mountains und feuchter, schwül-warmer Luft vom Golf von Mexiko aus unterschiedlichen Richtungen kommt. Diese sog. Windscherung versetzt das gesamte Gewitter in Rotation, die sich schließlich im Bereich des Aufwindkanals focussiert und somit die Rotation bis zur Basis transportiert. Ähnlich dem Pirouetten-Effekt beim Eiskunstlauf nimmt die rotierende Luftsäule an Geschwindigkeit zu und kann Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert km/h erreichen.

    Die "Zutaten" für heftige Gewitter waren in den USA am gestrigen Freitag ein Tief über dem Mittleren Westen (Abb. 2), auf dessen Vorderseite mit südlichen Winden die schwül-warme Luft nach Norden advehiert wurde. Gleichzeitig strömte Polarluft mit nördlichen Windrichtungen nach Süden (Abb. 3). Entlang der Luftmassengrenze drehte der Wind von Südost auf Nordwest und nahm dabei an Geschwindigkeit mit der Höhe zu - die "Hauptzutat" für Tornados!

    Auch heute und am Sonntag sind weitere schwere Gewitter mit Gefahr von Tornados vorhergesagt, so dass die brisante Wetterlage in den USA noch nicht ausgestanden ist. Die Haupsaison für Tornados ist in den USA von Mitte März bis Ende Juni.

    Von: Friedrich Föst