Hurrikan-Saison startet spät

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    (1) Tropenstürme ANA und BILL im Atlantik mit Zugbahnen (Stand: 16. August 2009, Quelle: Google Earth)

    (2) Hurrikan GUILLERMO und Tropensturm MAKA im Pazifik mit Hawaii in der Mitte (Stand: 16. August 2009, Quelle: Google Earth)

    (3) Hurrikan GUILLERMO vom TERRA-Satelliten aus (Aufnahme vom 13.08.09, Quelle: NASA)

  • Hurrikan-Saison startet spät
    16.08.2009 04:23

    Während über dem Pazifik die Hurrikan- und Taifun-Saison schon in vollem Gange ist, hat es dieses Jahr bis zum 15. August gedauert, bis der erste Tropensturm im Atlantik entstanden ist. Doch jetzt nehmen gleich zwei Stürme Kurs auf die Karibik.

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    Später Start der Hurrikan-Saison
    Schaut man in die Hurrikan-Statistik seit 1950, findet man nur 7 Jahre, in denen der erste Sturm der Saison am 15. August oder später aufgetreten ist, das letzte Mal war dies im Jahre 1992 der Fall. Damals bildete sich erst am 16. August der erste Sturm namens ANDREW, der sich dann jedoch gleich zu einem extrem starken Hurrikan der höchsten Kategorie 5 entwickelte. Er suchte Florida sowie Louisiana heim, 250.000 Menschen wurden dabei obdachlos.

    Tropensturm ANA mit Kurs auf Florida
    Jetzt haben sich im Atlantik gleich zwei Stürme gebildet. Die Abbildung 1 zeigt die aktuellen Positionen und Vorhersagen für die zwei Tropenstürme ANA und BILL (Quelle: Google Earth). Bei ANA (links im Bild) ist derzeit noch unsicher, ob der Sturm überhaupt Hurrikan-Stärke, also Windgeschwindigkeiten über 120 km/h erreicht. Die Zugrichtung führt ANA aber voraussichtlich über die Dominikanische Republik und an Kuba vorbei in Richtung Florida, dort könnte es in den nächsten Tagen ungemütlich werden.

    Tropensturm BILL bald Hurrikan?
    BILL wird voraussichtlich ein stärkerer Sturm werden. Die aktuellen Prognosen zeigen hier für Dienstag oder Mittwoch zumindest orkanartige Windgeschwindigkeiten über 100 km/h. Die Zugbahn von BILL ist dabei etwas nördlicher als ANA, ob BILL die US-amerikanische Küste erreicht, ist derzeit noch unklar.

    Stürme auch im Pazifik
    Auch im pazifischen Ozean ist derzeit einiges los. Dort sind auch die Wassertemperaturen wegen des aktuellen El-Niño-Ereignisses relativ hoch. Im westlichen Pazifik gab es bereits dieses Jahr den Taifun MORAKOT und im östlichen Pazifik den Hurrikan FELICIA der zweithöchsten Kategorie 4. Zurzeit ist dort der starke Hurrikan GUILLERMO aktiv, wie Abbildung 2 zeigt. Ganz links im Bild ist noch der schwache Sturm MAKA zu sehen. Die Abbildung 3 zeigt eine beeindruckende Aufnahme des NASA-Satelliten TERRA von Hurrikan GUILLERMO.

    Von: Marco Radke-Fretz