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Bodendruck und Windfahnen am Dienstag, 12 Uhr UTC: Mit südlichem Wind gelangt warme Luft weit nach Norden. Verantwortlich ist ein kräftiges Tief westlich von Novaja Semlja.
Temperatur in 1500 Metern Höhe über Mittelsibirien: Subtropische Luftmassen erreichen dabei Werte über 10°C.
Höchstwerte am 2. September: Nochmals bis zu 20°C an der Eismeerküste. Weiter südlich wurden bis zu 24°C erreicht.
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20°C am Eismeer02.09.2008 06:56
Ein Vorstoß subtropischer Luftmassen erfolgt in dieser Woche weit nach Norden in die Region des mittelsibirischen Berglandes. Am Rande eines ausgeprägten Tiefdrucksystems westlich von Nowaja Semlja steigt die Temperatur etwa 1500 Meter über dem Erdboden bis auf 12°C. Böiger Südwind führt dazu, dass sich diese Warmluft bis zum Boden durchsetzen kann. So soll die Temperatur in der Industriestadt Norilsk in den kommenden Tagen auf bis zu 24°C steigen, und in der Anfang September bereits 9 Stunden dauernden Nacht sind sehr milde Tiefstwerte von 15°C in Aussicht. Der Warmluftvorstoß erreicht sogar die Küste der Karasee 500 km nördlich von Norilsk, wo heute in Makarova knapp 20°C erreicht wurden. In den nächsten Tagen bleibt es warm, beispielsweise in Norilsk.
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Vor dem Hintergrund des Klimawandels ist der derzeitige Warmluftvorstoß interessant, bedenkt man, dass Städte wie Norilsk auf dauerhaft gefrorenem Permafrostboden errichtet wurden. Obwohl einzelne warme Sommertage bisher nicht ungewöhnlich sind, wird doch erst in den letzten Jahren ein raschesAuftauen der Böden in Sibirien beobachtet, was zu großen Problemen beispielsweise in der Infrastruktur führt. Gleichzeitig ist die Karasee derzeit eisfrei, was die Verschiffung von Industriegütern erleichtert.
In den nächsten Tagen bleibt es an der Karasee noch außergewöhnlich warm, bevor die Temperatur rasch zurückgeht. Immerhin beträgt das Monatsmittel für Januar in Norilsk knapp –30°C bei einem Jahresmittelvon -10°C!
Von: Christoph Gatzen
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