Weltwetter

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    (1) Der efi-Index des ECMWF für die Temperatur

    (2) Das Geopotential in 500 hPa sowie die Niederschlagsgebiete für die USA nach ECMWF aus www.meteopower.de

    (3) Wetterzustand und Mittelwind in Alaska am 6.12.2009 um 7 UTC...

    (4) ... sowie dieTemperatur

    (5) 3-stündige konvektive Niederschläge nach GFS zum Zeitpunkt 9.12.2009 21 UTC

    (6) aktuelle 850 hPa Temperatur in Asien nach GFS

  • Weltwetter
    06.12.2009 05:26

    An dieser Stelle bekommen Sie immer sonntags einen weltweiten Überblick über drohende Unwetter bzw. außergewöhnliche Wetterlagen der kommenden Woche. In Abbildung 1 sehen Sie als ersten Überblick den Extreme Forecast Index (EFI) des Europäischen Modells für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF) für die Temperatur. Sehen wir uns einige Regionen genauer an.

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    1. Amerika
      Blicken wir nach Nordamerika, fallen uns zwei Dinge auf: Ein Trog etabliert sich in der kommenden Woche in den USA (siehe Abbildung 2). Zwar sinken die Temperaturen damit zum Teil ab, die arktischen Luftmassen verbleiben aber eher in Kanada. Für die USA hat der Trog vielmehr einen anderen Effekt: Feuchte Luftmassen werden vom Pazifik nach Osten geführt, was insbesondere in den Freeride-Skigebieten um Lake Tahoe und Salt Lake City zu teils deutlichem Neuschneezuwachs führen wird. Auf dem Weg nach Osten reichert sich der Trog nun zusätzlich mit warmer und feuchter Luft aus dem Golf an, was in zentralen Teilen zu Kaltlufteinbrüchen mit Blizzards führen kann. Gegen Ende der Woche folgen dann auch in Richtung Connecticut, New Hampshire, Maine und Massachusetts die Niederschläge: anfangs sogar noch etwas Schneeregen, gehen die, teils sehr ergiebigen Niederschläge, wie hier für New York und Hartfort vorhergesagt, in Regen über.
       
    2. Alaska
      Zweigeteilt ist das Wetter aktuell in Alaska, was Abbildung 2 ebenso andeutet. Blickt man in Richtung Aleuten, bringt dort ein etabliertes Sturmtief Sturm-, teils auch Orkanböen und von Süden her immer wieder Regen (siehe Wetterprognose für Unalaska), während die größte Stadt Anchorage sowie die im Südosten in der "Panhandle" gelegene Hauptstadt Juneau davon wenig mitbekommen (siehe Abbildung 3), außer die teils winterlichen Temperaturwerte (siehe Abbildung 4).
       
    3. Südamerika
      Vor zwei Wochen kam es in Brasilien bereits zu Unwettern mit einigen Toten. Auch in der neuen Woche können sich vom Atlantik her einige kleinere, aber teils kräftige Tiefdruckgebiete dem Land nähern. Ein Blick auf Abbildung 5 zeigt, dass es gegen Ende der Woche insbesondere im dicht besiedelten Teil Brasiliens zu kräftigen konvektiven Niederschlagsereignissen kommen kann, welche örtlich unwetterartig ausfallen können.
       
    4. Russland
      Wer sich wundert, wo denn nun zum Nikolaustag die Kälte bleibt, sollte einen Blick nach Russland werfen (Abbildung 6). Im Norden sammelt sich dort die arktische Kaltluft. Höchstwerte wie hier in Norilsk mit -40°C sind keine Seltenheit. Auch wenn die Kälte weit weg scheint, für uns hier in Europa ist sie von großer Bedeutung. Etabliert sich nämlich, wie in den Modelle nun zunehmend gezeigt wird, ein Hochdruckgebiet in Skandinavien, kann diese Kaltluft über Zentralrußland angezapft werden und mit östlicher Strömung zu uns kommen. Wer weiß, dann könnte es mit weißer Weihnacht doch noch klappen...
       

    Von: Alexandra Mittermeier