Wärme und Saharasand

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    Abb. 1: Südlicher Wind transportiert Saharasand nach Norden

    Abb. 2: Höchstwerte in Deutschland am Mittwoch und Donnerstag

    Februar 2004: Dicke Sandwolken machten im Alpenraum zeitweise den Tag zur Nacht

  • Wärme und Saharasand
    27.05.2008 05:26

    Die Luftströmung macht's möglich. Auf der Vorderseite eines mächtigen Tiefs über Westeuropa strömt mit südlichem Wind Luft aus der Sahara nach Deutschland (Abb.1). Diese trocken-warme Luft macht sich in den kommenden Tagen in weiten Teilen Deutschlands bemerkbar. Während am heutigen Dienstag der Norden und Osten noch in kühlerer Luft verharrt, macht sich im Süden die Wüstenluft schon heute mit Temperaturen jenseits der 30°C-Marke bemerkbar. Am Mittwoch und Donnerstag (Abb. 2) wird es dann auch im Norden und Osten deutlich wärmer, auch wenn hier die 30°C zunächst nur vereinzelt geknackt werden.

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    Besonders im Westen und Südwesten macht sich das Tief über Südwesteuropa bemerkbar und hier sind bei wechselnder Bewölkung nachmittags Schauer und Gewitter möglich. Dadurch wird der Saharastaub aus der Luft gewaschen und  wenn die Staub-Konzentrationen hoch sind, könnte sich auf Gegenständen eine dünne Sandschicht ablagern. Besonders gut ist dies auf Autodächern zu sehen- mit freundlichen Grüßen aus der Sahara! Auch auf Schnee ist der Sand gut zu sehen - in den Alpen spricht man dann aufgrund seiner rötlichen Färbung von "Blutschnee". Romantisch fallen dagegen die Sonnenauf- und untergänge aus: Durch den vielen Saharastaub in der Luft werden der Himmel und die Sonne in ein glutrotes, warmes Licht getaucht. Ein besonders starkes Saharastaub-Ereignis traf die Alpenregion im Februar 2004 (s. Bild). Damals machten die dicken Sandwolken den Tag beinahe zur Nacht.

     

    Von: Friedrich Föst