mehr Informationen zu Ihrer
Wetter-App für Android
mehr Informationen zu Ihrer
Wetter-App für iPhone
-
Taifun 'Wipha'19.09.2007 07:42
-
Anzeige
Taifun 'Wipha' nun über China
Am gestrigen 18. September um 20 Uhr unserer Zeit hat der so genannte Supertaifun 'Wipha' das chinesische Festland etwa 100 km südlich von Wenzhou mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 290 km/h erreicht (Abb. 2). Damit ist Wipha der kräftigste Taifun in dieser Region seit zehn Jahren. Damals hat Taifun Winnie über 200 Menschen das Leben gekostet.
Der Sturm entstand am 15. September über dem Pazifischen Ozean auf gleicher geographischer Länge mit Japan und streifte am 18. September auch den Norden Taiwans, auch mit enormen Regenmengen (Abb. 3). Durch den Sturm brach ein Baugerüst zusammen, wodurch nach Angaben der Nachrichtenagentur AP ein Arbeiter starb.
Noch immer hohe Windgeschwindigkeit
Die Windgeschwindigkeiten nehmen über dem leicht hügeligen Gelände im Südosten Chinas ab. Am 19. September um 2 Uhr MESZ blies der Wind aber immer noch mit etwa 140 km/h im Mittel und 170 km/h in Spitzen.
Bis zum 20. September bewegt sich das System nun weiter in Richtung Gelbes Meer, wobei es sich weiter abschwächt. Um 14 Uhr am 20.9. rechnet man zurzeit mit einem orkanartigen Wind um 116 km/h.
Viel Wind, viel Wasser
Nicht nur der Wind, vor allem auch die Wassermassen stellen ein Problem dar. Regenmengen von weit über 100 Litern auf den Quadratmeter sind im Einflussbereich des Taifuns keine Seltenheit, wie auch in der Prognose des europäischen Vorhersagemodells zu sehen ist (Abb. 5). Bereits bei der Annäherung des Taifuns zeigt dabei dieses Amateurvideo aus Shanghai Wasser in den Straßen.
Verschärfend wirkt hier auch die geographische Begebenheit des Landes: gerade die bevölkerungsstärksten Regionen im Osten Chinas (Abb. 6) liegen in so genannten Schwemmebenen der Deltas größerer Flüsse. Hier wird durch die Kraft des Taifuns das Wasser vom Meer kommend hereingedrückt. Das Wasser kann dabei bis zu 4 Meter über der normalen Hochwassermarke steigen, mit verheerenden Überschwemmungen.
1,6 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht
Ladenbesitzer in der 20-Millionen Metropole Shanghai begannen nach Angaben der Presseagentur AP schon gestern damit, Sandsäcke vor ihrer Eingangstür zu stapeln. Die Schüler sollen den Behörden zufolge zu Hause bleiben. Rund 1,6 Millionen Menschen aus Shanghai und den Gebieten von Zhejiang und Fujian wurden vor dem Taifun in Sicherheit gebracht.
Fußball-WM beeinträchtigt
Auch die Fußballweltmeisterschaft der Frauen ist von dem Wirbelsturm betroffen: die Spiele Norwegen gegen Ghana und Brasilien gegen Dänemark in Shanghai beziehungsweise Hangzhou wurden auf Donnerstag verschoben.
Von: Frank Abel
-
-
TAGS:

