Shanghai mit Glück

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    (1) Wolken nähern sich bedrohlich, als sich Taifun Wipha Shanghai nähert. Fotografiert am 18.9., 16:55 Uhr Ortszeit von nozomiigel (www.flickr.com)

    (2) Arbeiter entfernen zur Sicherheit die Werbung in der Fußgängerzone der Nanjing Road. © Shanghai Daily

    (3) Auf dem Satellitenbild vom 20.9., 5 Uhr MESZ ist nun kein Wirbel mehr erkennbar.

    (4) Zugbahn-Vorhersage (Quelle: wunderground.com)

    (5) 6-stündige Niederschlagsmenge vom 19.9., 20 Uhr bis zum 20.9., 2 Uhr MESZ. Qingdao meldet 101 Liter pro Quadratmeter.

  • Shanghai mit Glück
    20.09.2007 05:16

     

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    Shanghai mit blauem Auge davongekommen

    Die 20-Millionen-Metropole ist dabei wesentlich glimpflicher davongekommen, als zunächst befürchtet wurde. Die mittlere Windstärke ist im Moment (am 20.9. um 6 Uhr MESZ) noch 5 (frisch) mit mittleren Windgeschwindigkeiten um 30 km/h, die maximalen Mittelwinde waren stürmisch (Stärke 8, 63 km/h).

    Wie gestern bereits berichtet, war der Wind für Shanghai selbst aber ohnehin nicht das Hauptproblem. Die Hochhäuser sind alle relativ neu und nach hohen Standards gebaut, da sie ja zusätzlich in einem Erdbebengebiet stehen.

    Die Niederschläge dagegen waren kräftig: in den 24 Stunden vom 18. bis 19.9., 2 Uhr MESZ, fielen an den umliegenden Stationen häufig über 100, weiter südlich in Ruian sogar 192,8 Liter auf den Quadratmeter. Einen Eindruck von den Güssen verschafft Ihnen dieses Video von Reuters oder dieses Amateurvideo.

    Dabei kam in Shanghai auch ein Mensch ums Leben, als er nach dpa-Angaben im Wasser einen Stromschlag durch eine defekte Lampe erlitt.

    Gute Organisation

    Nicht nur das wesentlich glimpflicher ausgefallene Unwetter, auch eine gutes Katastrophenmanagement sorgten für einen verhältnismäßig reibungslosen Ablauf.

    260.000 Menschen wurden laut Angaben der Zeit in Shanghai in Sicherheit  gebracht. Laut Shanghai Daily wurden dabei am Mittwoch Kindergärten, Grund- und höhere Schulen geschlossen.

    Mehr als 5000 Fischer auf der Insel Chongming seien in Kinos, Schulen oder andere Häuser gebracht worden, haben diese aber mittlerweile wieder gen Heimat verlassen. 6430 Menschen aus dem Xuhui-Bezirk in der Innenstadt seien allerdings wegen Gefahr von Hochwasser noch nicht wieder zurückgekehrt.

    In anderen Regionen verheerende Schäden

    Währenddessen mehren sich die Schadensmeldungen aus den anderen Provinzen. In den hauptsächlich betroffenen Provinzen Zhejiang wurden knapp 1,8 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht. Dies war die größte Evakuierungs-Aktion in der Geschichte dieser Provinz.

    Insgesamt wurden in Zhejiang, Fujian, Shanghai and Jiangsu 2,67 Millionen Leute aus ihren Häusern geholt, zu Recht, wie sich herausstellte: allein in der Provinz Zhejiang wurden dabei 669 Häuser zerstört, hier starben auch mindestens fünf Menschen durch Erdrutsche, drei weitere seien vermisst. Der Sachschaden wird nach Meldung der Shanghai Daily zurzeit auf 630 Millionen Euro geschätzt.

    Wipha nun über dem Gelben Meer

    Mittlerweile ist Wipha kein Taifun mehr, sondern wurde zu einem immer noch kräftigen außertropischenTiefdruckgebiet. Dabei gehen noch kräftige Regengüsse nieder (Abb. 5), weitere sind auch noch zu erwarten, wie Sie in Abb. 6 sehen können.

    Von: Frank Abel