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Vorhersage des NHC der zu erwartenden Windstärke des tropischen Sturms HANNA für die nächsten 5 Tage. (Quelle: NOAA)
Die Karte zeigt die aktuellen Warnungen in der Karibik, den wahrscheinlichen Weg von IKE in den nächsten fünf Tagen und die Vorhersageunsicherheit als weißes Gebiet. (Quelle: NOAA)
Die Karte zeigt die aktuellen Warnungen in der Karibik, den wahrscheinlichen Weg von JOSEPHINE in den nächsten fünf Tagen und die Vorhersageunsicherheit als weißes Gebiet. (Quelle: NOAA)
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Zwischenbilanz der Hurrikansaison 200803.09.2008 08:08
Hurrikan GUSTAV forderte seinen Tribut: mindestens 110 direkte Todesopfer in Haiti, der Dominikanischen Republik, Jamaika und den Vereinigten Staaten, wobei die meisten Toten in Haiti zu beklagen waren. Dort wurden mehr als 2100 Häuser zerstört und mehr als 8000 beschädigt. New Orleans kam halbwegs glimpflich davon. Zwar verursachte GUSTAV, zum Zeitpunkt des Auftreffens an der Küste nur noch Stufe 2 auf der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala, sintflutartige Regenfälle und das bei Windgeschwindigkeiten bis maximal 215 Kilometer pro Stunde, aber die Deiche hielten und es waren dort keine Toten zu beklagen.
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Die Hurrikan-Saison ist aber noch nicht beendet. Die Atlantische Hurrikansaison beginnt offiziell am 1. Juni und endet am 30. November. In dieser Periode bilden sich die meisten tropischen Stürme, da in diesem Zeitraum die Zutaten für einen ausgewachsenen Hurrikan anzutreffen sind: warmes Ozeanoberflächenwasser, Luftfeuchte und eine geringe Windscherung. Die Zwischenbilanz dieser Saison bisher: Sechs tropische Stürme, vier Hurrikane und ein volkswirtschaftlicher Schaden von 19.6 Milliarden US-Dollar. Stärkster Sturm war bisher GUSTAV mit einem Kerndruck von 941 hPa und einer maximalen Windgeschwindigkeit von 240 km/h. BERTHA erreichte Kategorie drei und DOLLY immerhin Stärke zwei.
Außer GUSTAV, welcher im Moment keine Hurrikan-Stärke mehr erreicht, befinden sich aktuell der tropische Sturm HANNA (am 1. September noch ein Hurrikan der Stufe eins; siehe Abb. 1) sowie die beiden tropischen Stürme IKE (Abb. 2)und JOSEPHINE (Abb. 3) im oder auf dem Weg in die Karibik und den Golf von Mexiko. Durch HANNA besteht aktuell Gefahr auf den Bahamas, Haiti und der Dominikanischen Republik, also zum Teil Gebiete, die bereits durch GUSTAV schwere Schäden erlitten haben. Die numerischen Berechnungen der internationalen Wetterzentren deuten aber an, dass sich HANNA weiter abschwächen und mehr ostwärts verlagern wird, somit also eher die östlichen und vor allem südöstlichen Küsten Amerikas betreffen wird. IKE dagegen könnte sich in den nächsten Tagen weiter verstärken und die weiter westlich gelegenen karibischen Inseln und Florida bedrohen.
Im Vergleich zur letzten Saison waren die Ereignisse dieses Jahres eher überschaubar. 2007 konnten mit DEAN und FELIX zwei Hurrikane der Stärke fünf verzeichnet werden, wobei diese aber vor allem Mittelamerika betrafen. DEAN war übrigens der stärkste Hurrikan seit ANDREW vor 15 Jahren, der mit Stärke 5 an Land ging. Glücklicherweise waren aber nur eher dünn besiedelte Gegenden betroffen.
Was also der Rest dieser Saison an Stürmen bringt, ist noch abzuwarten. Die aktuellen Wetterprognosen für Mittelamerika werden mehrmals täglich aktualisiert.
Von: Alexandra Mittermeier
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