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Dies ist nicht der aktuelle Eisberg. Dieser wurde vor Grönland von Tom Olliver aufgenommen und wirkt gegen den Pine-Island-Gletscher Eisberg winzig.
Diese Satellitenaufnahme des Envisat von vergangener Woche zeigt deutlich den gigantischen Eisberg (Quelle: ESA)
Der Pine-Island-Gletscher, aufgenommen im Jahr 1985 von Tom Kellogg an Bord eines U.S. Coast Guard Eisbrechers
Lage des Pine-Island-Gletschers (Quelle: www.spri.cam.ac.uk)
Höhenänderung am Rand des Pine-Island-Gletschers: die farbigen Punkte markieren die Höhenänderung, die Graustufen die Fließgeschwindigkeit der Eisoberfläche. (Quelle: Scott Polar Research Institute)
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Riesen-Eisberg22.10.2007 07:17
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Gletscher "kalben" Eisberge
In der westlichen Antarktis befindet sich der große Pine-Island-Gletscher. Er hat eine Dicke von bis zu 2,5 km und fließt durch ein Tal, das bis zu 1.500 Meter unter dem Meeresspiegel liegt.
Ein Gletscher fließt. Dieser transportiert das Eis aus dem Inneren des so genannten West-Antarktischen Eisschilds nach außen. Für diese Funktion wird insbesondere der Pine-Island-Gletscher wegen seiner Lage und enormen Größe von Wissenschaftlern genau beobachtet.
Am 7. Oktober hat sich nun ein Eisberg von diesem Gletscher gelöst und treibt auf das Meer hinaus, welches beim Betrachten von Satellitenaufnahmen festgestellt wurde (siehe Abb. links). Er ist 34 km lang und 20 km breit und damit beinahe so groß wie das Stadtgebiet von New York City. Am 16. Oktober hat er sich laut Angaben des British Antarctic Survey (siehe Bericht) bereits einen Kilometer von der Gletscherkante entfernt.
Damit endet ein einjähriger Prozess des Ablösens vom Gletscher, den Wissenschaftler "kalben" von Eisbergen nennen. Laut dem British Antarctic Survey ist dieser Vorgang nichts Ungewöhnliches. In einer 34-jährigen Studie wurde berechnet, dass ein großer Eisberg im Schnitt alle 5 bis 10 Jahre vom Gletscher abbricht. Der letzte im Jahre 2001.
Antarktisches Eis dünnt aus
Allerdings beobachten Wissenschaftler die Antarktis und besonders den riesigen Pine-Island-Gletscher sehr genau, denn die Fließgeschwindigkeit hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht, zum Teil fließt er mit deutlich mehr als einem Meter pro Jahr. Von 1992 bis 2001 hat er dabei 31 Kubikmeter Eis verloren, wie in einem Pressebericht zu lesen ist.
Diese Beobachtungen bringen auch Licht in den scheinbaren Widerspruch zwischen der rekordverdächtigen Ausdehnung des antarktischen Eises (wir berichteten) und der festgestellten Schmelze.
Übrigens wird der Meeresspiegel durch diesen Eisberg-Giganten nicht ansteigen, denn vor seinem Abbruch schwamm er bereits für längere Zeit auf der Wasseroberfläche.
Von: Frank Abel
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